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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 19. August 2017 | 00:03

    Albert Mangelsdorff Quintett: Legends Live

    11.10.2012

    Der Posaunenvirtuose

    Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze. Dem Musiker auch nicht. Albert Mangelsdorff war bis zu seinem Tod im Jahr 2005 für deutsche Jazzliebhaber, was Fritz Walter für Fußballnarren oder Max Schmeling für Boxfans war. Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Heute ist er Legende, aber dass seine Musik in den Rundfunksendungen, samt allen ihren Retromoden bei der Popmusik, lebendig sei, wäre eine grobe Übertreibung. Mangelsdorff entlockte seiner Posaune Töne, wie man sie zuvor nicht gehört hatte. Gegenüber dem Saxophon und auch der Trompete stand die Posaune stets ein wenig im Hintergrund. Sie galt als sprödes Instrument, nicht wendig genug für die raschen Läufe, die der Bebop bevorzugte. Albert Mangelsdorff (aber nicht nur er) hat mit diesem Vorurteil aufgeräumt. Doch das allein kann seine Beliebtheit nicht erklären. Er war nicht nur ein großartiger Solist, sondern auch eine integrative Figur im deutschen Jazz, selbst eher zurückhaltend und bescheiden, zugleich aber kollegial und aufgeschlossen für die Arbeit der Partner, von denen viele über Jahre hinweg zu seinem Umfeld gehörten.

     

    So auch der Saxophonist Heinz Sauer, der, musikalisch betrachtet, auf Augenhöhe mit Mangelsdorff stand. Er gehörte zu jenem Quintett, mit dem Mangelsdorff 1964 im Audimax der Universität Freiburg auftrat und das nun, nach fast einem halben Jahrhundert, auf CD gebannt wurde. Das Tenor- und Sopransaxophon Heinz Sauers wird ergänzt durch das Altsaxophon von Günter Kronberg. Am Kontrabass steht einer der bedeutendsten und virtuosesten Bassisten des deutschen Jazz, Günter Lenz, das Schlagzeug bedient Ralf Hübner. Die Kompositionen der CD stammen von Mangelsdorff (wobei der seinerzeit oft gespielte Sakura Waltz auf einem traditionellen japanischen Lied über die Kirschblüte beruht) und von Ravi Shankar, dem Sitar-Spieler, den auch die Beatles oder Phil Glass bewunderten, zwei Titel sind Traditionals und einer ist eine Duoimprovisation von Lenz und Hübner.

     

    Stilistisch bewegt sich das Quintett zwischen Bebop und Funk. Es folgt der geläufigen Struktur, bei der ein Thema vorgestellt und dann in einzelnen Soli reihum variiert wird. Der Jazz ist ja die einzige eigenständige Kunstform, die Nordamerika zu den internationalen Künsten beigesteuert hat. Damals, Anfang der sechziger Jahre, galten europäische Jazzmusiker mit wenigen Ausnahmen als Epigonen, als zweitklassig gegenüber den »Originalen« aus den USA. Das hat sich seither geändert. Albert Mangelsdorff und seine Crew haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.

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