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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 26. April 2017 | 19:38

    Dizzy Gillespie: Legends Live

    11.10.2012

    Oops-Shoo-Be-Doo-Be

    Dizzy Gillespies Markenzeichen waren die ballonartig aufgeblasenen Backen. Er war der Clown des modernen Jazz, was aber niemals auf Kosten der Seriosität und des hohen Anspruchs seiner Musik ging. Er liebte lateinamerikanische Rhythmen, die ja für sich schon einen Zug ins Groteske haben, und witzige Texte. Wenn er aber dann mit seiner Trompete zu Höhenflügen ansetzte, dann konnte er es mit allen zeitgenössischen Kollegen aufnehmen. Von THOMAS ROTHSCHILD

     

    Seine Soli platzten vor Energie, überschlugen sich in melodischen Erfindungen, die oft mit Zitaten gespickt waren, und ließen klanglich nichts zu wünschen übrig. So auch im Zusammenspiel mit seinem Quintett, mit dem er 1961 in der Frankfurter Kongresshalle und zwei Tage zuvor in der Stuttgarter Liederhalle auftrat, eingeladen vom SWR, der sich damals den Luxus leistete, die besten internationalen Formationen einzuladen, statt die eigenen Orchester aufzulösen.

     

    Das Quintett besteht aus Leo Wright am Altsaxophon und an der Flöte, Lalo Schifrin am Klavier, Bob Cunningham am Bass, dem damals allseits begehrten Mel Lewis am Schlagzeug und eben Dizzy Gillespie an der Trompete. Die Stücke haben ganz unterschiedlichen Charakter. Die CD eröffnet mit einer Sechzehnminutenversion von Duke Ellingtons The Mooche. Darauf folgt Gillespies kubanisch angehauchtes Con Alma, das als Abschluss in einer zweiten Aufnahme wiederholt wird. In Willow Weep For Me darf sich Leo Wright als begnadeter Flötist produzieren, der den Vergleich mit den Stars dieses Instruments, mit Herbie Mann und Sahib Shihab, nicht scheuen muss.

     

    In der Mitte steht ein typisches Gillespie-Stück mit dem Titel Oops-Shoo-Be-Doo-Be. Das flüstern Liebende einander ins Ohr und es heißt, richtig: »Ich liebe dich.« Jazz braucht keine Worte, um sich auszudrücken. Gillespie sagt nach Oops-Shoo-Be-Doo-Be mit seiner Trompete weit mehr als nur »Ich liebe dich«. Auf die ruhige Komposition I Can't Get Started folgt dann wieder eine fast sechzehnminütige Funk-Nummer von Gillespie, der die erste Hälfte von Kush mit gestopfter Trompete bestreitet, im Zusammenspiel mit Bass und Schlagzeug – ein Höhepunkt auf einer CD, die eigentlich nur aus Höhepunkten besteht.

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