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    Samstag, 19. August 2017 | 16:52

    Artificial Brothers: Make our hearts sway / Reptile Youth: Reptile Youth

    20.09.2012

    Junger Däne

    Gitarre zum dritten Geburtstag, nach der Grundschule auf die Popakademie – unsere nördlichen Nachbarn greifen jetzt zu noch drastischeren Mitteln im Kampf gegen die angloamerikanische Pop-Übermacht. Von TOM ASAM

     

    Interpol haben düster-melancholischen Indierock mit deutlichen 80ies Vorbildern formelhaft perfektioniert und mit den Editors und vielen anderen fleißige Nachahmer gefunden. Da wollen auch die Dänen nicht hinten anstehen – und haben per Genmanipulation die Artificial Brothers endlich zur Marktreife gezüchtet. Die Stimme, die Gesangsmelodien, die Dramatik – kommt uns alles bestens bekannt vor. Aber: Die Brüder wissen, was sie wollen – und setzen es perfekt um, inklusive »Mut« zu leisen Zwischentönen. Wer von einer neuen Interpol-Platte träumt und nicht genug bekommen kann – check it out!

     

    Noch krasser. Jetzt werden schon Tiere geschult, Tasteninstrumente zu drücken und ins Falsett zu fallen. Indie Zirkus extrem! Die Reptile Youth weiß allerdings noch nicht so genau, was sie will. Die Produzenten Dave M. Allen (The Cure, Human League) und Mark Ralph (Hot Chip) brachten wohl ein paar Vorschläge ein: 80ies! Tanzbar! Eingängig! Abgefahren! Hey, und Dings, ähhh... Postpunk, was war das noch mal? Gehen wir zugunsten der Band mal davon aus, dass sie nichts dafür kann, was in der Presseinfo steht (»meterhohe Wellen« der Erwartung bei Fans und Presse, »Retter des Rock ans Roll«…), aber etwas überambitioniert wirkt das Ganze schon.

     

    Von eingängigen Hooklines und Bass/Synthies getriebene Elektropopstampfer sollen zum Tanzen und Abfeiern animieren. Dazu gesellen sich »abgefahrene« Textzeilen wie »zebra, hunting for tigers/ tigers from pluto« (morning sun) oder »shake your shirt like a humming bird« (speed dance). Dazu kommen noch ein paar Rockeinlagen (Dead end) und Ausflüge in den 60ies Pop (A Flash in the forest; It´s easy to lose yourself). Der Wille zur großen Popgeste ist da, gute Ansätze auch, aber irgendwo zwischen Stadion-Dancepop, Falsetteinlagen und Gutelaune-Pop fürs Radio geht die Linie verloren. Letztlich eine zahme Reptilienjugend. Vielleicht sollten die Musiker mit Pappmaché-Krokoköpfen und ihren Elektropop-Stampfern im Gepäck Bonaparté auf der nächsten Tour begleiten.

     

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