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    TITEL kulturmagazin
    Montag, 22. Mai 2017 | 23:23

    Toms Schnellgericht

    13.09.2012

    Transsektoral

    Zwischen Ambient, House, Techno, Dub. Zwischen Minimal und Maximal, TOM ASAM erleichtert die Qual der Wahl.

     

    Berghain/ Panorama Bar Resident-DJ nd_baumecker und Leisure Sytems Klubnacht-Betreiber Barker sind nun gemeinsam Barker & Baumecker. Der Titel ihres Debütalbums Transsektoral bezeichnet, was als Entscheidungsschwäche gedeutet werden könnte, in Wahrheit aber ihre Stärke ist. Techno wird hier in all seinen Schattierungen abgebildet, das Ergebnis wirkt dadurch nicht beliebig, sondern lebhaft – und auch über Albumlänge tragend. Dubstep bis Ambient, House und Acid, da steckt einiges drin. Vom beatbefreiten, ambienthaften Opener Sektor, über das Breakbeat-beeinflußte Trafo bis zum heftig sprudelnden Spur geht die Reise, dabei folgen auf stampfende Momente beruhigende Interludes a la Tranq.

     

    Auf eine fette Beute deutet das prächtige Geweih auf Fading von DFRNT hin. Nach einem tief in den Dubstep-Bereich ausreitenden Metafiction (2009) nutze DFNT einige EPs, um die Wirkung einer weiteren Einfluss-Palette zu testen. Fading eröffnet mit einem fast schon einlullenden Silent Witness, bevor El Spirito upliftende Stimmung verbreitet. Die Folge: Everybody´s Moving (in verlangsamter Unterwasser-Bewegung). Die Songtitel sind wirklich aussagekräftig: Deep into it oder Suspended in the deep deuten auf die deutliche Hinwendung zu Ambient, Deep-House und verhallten Dub-Techno-Anteilen hin. Zusammenfassend: That´s interesting.

     

    Der aus der frankokanadischen Technoszene aufgestiegene Deadbeat ist etwa seit der Jahrtausendwende auf den Spuren von Dub-Techno definierenden Protagonisten wie Moritz von Oswald und dabei selbst zur genre-beeinflussenden Größe geworden. Eight ist der Name seines – jawoll – achten Albums, das aufgenommen in einem neuen Studio in einem Industriegebiet der deutschen Hauptstadt, vermehrt auf rohe Power und wahrlich deadly Beats setzt. Moog und Prophet 600 Synthesizer sorgen für analoge Erdung in einem stellenweisen recht düsteren, bisweilen kargen Setting. Auch wenn einen der Bass zwischenzeitlich immer weiter in eine düstere Industrielandschaft hineinzutreiben scheint, geht irgendwann wieder die Sonne auf; Stimmfetzen und perkussive Verfeinerungen wandeln den Beat der Maschine wieder zum Grundstampfen des Lebens. Und zwitschern da nicht sogar die Vögel wieder? Eine gelungene Reise ans Ende der Nacht und zurück.

     

    Auch schon zehn Jahre halten Tobias Schmid und Stefan Sieber mit ihrem monatlichen auto.matic.music Clubabend die Fahne der elektronischen Musik im süddeutschen Augsburg hoch. Anfangs angesiedelt im lange das örtliche Nightlife stark prägenden Kerosin, ist man nach dessen Schließung nun ins Schwarze Schaf umgezogen. Der auto.matic.mix sagt »Danke« für zehn Jahre Spaß, ist aber kein Abschiedsgeschenk; es geht weiter, auch mit dem jährlichen auto.matic.Open und dem neuen auto.matic.BBQ. Dass sich eine Anreise lohnt, zeigt der Mix mit Highlights und Lieblings-Tracks der letzten Jahre. Eine Angelegenheit unter Freunden, Ada, Koze, Sascha Funke oder Superpitcher tauchen in dem gelungenen Mix auf.

     

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