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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 19. August 2017 | 16:54

    Karin Park: Highwire Poetry/ Lights: Siberia/ Visions of trees: Visions of trees

    04.09.2012

    Beauty and the beat

    Neuigkeiten aus dem Bereich ›female fronted, düster angehauchter Electropop‹, gehört von TOM ASAM.

     

    Die Schwedin Karin Park wanderte mit 16 Jahren nach Norwegen aus und wurde bald mit ihrem Debüt Superworldunkown ein nationaler Popstar. Das war 2003, Highwire Poetry ist bereits ihr viertes Album. Mit früherem chartfreundlichem Poprock hat dies nicht mehr viel gemein. Das Soundbild hat sich verdunkelt, ihr Synthie-Pop hat eine deutlich düstere Prägung erfahren und orientiert sich an modernen Pop-Entwürfen im Post-Dubstep-Zeitalter.

    Deutlichen Anteil an der neuen Karin dürfte das Produzenten-Team Barnett/ Berg haben, das schon bei den Überfliegern Little Dragon, The Knife und Fever Ray seine Finger im Spiel hatte. Die Klasse von Little Dragon wird hier (noch) nicht erreicht; dafür fehlt es an den ganz großen Songs, außerdem strengt es etwas an, wenn Karin sich in die lange Reihe der Björk-Stimm-Soundalikes einreiht. Trotzdem locker überdurchschnittlich.

     

    Parallelen weist der Werdegang der Kanadierin Lights auf. Bereits mit 16 bekam sie einen Vertrag und begann, Songs für andere Künstler zu schreiben! Nach ersten Solo-Erfolgen suchte sie für Siberia die Zusammenarbeit mit den Landsleuten von Holy Fuck, einer von Elektronik beeinflussten Gitarrenband und Rapper Shad. Und auch hier hat das Überschwappen von Dub-Step in den Mainstream nach eigenen Aussagen Spuren hinterlassen. Das Aufeinanderprallen eingängiger Popmelodien, vorgetragen mit Lights mädchenhafter Stimme und druckvollen Sounds analoger Synthies, sorgt für eindrucksvolle Ergebnisse. Mit Toes oder Banner hat Lights stadiontaugliche Electropop-Hymnen mit dem nötigen Mindestmaß an Dreck unter den Fingernägeln am Start.

     

    Sara Atalar und Joni Juden aka Visions of trees sind ein hippes Electro-Pop-Duo mit den nötigen (und verdienten) Vorschusslorbeeren seitens namhafter Medienvertreter. Die erste Single-Auskopplung Turn 2U auf ihrem unbetitelten Debüt ist ein famoser Disco-Noir Hit. Visons of trees verbinden eine klare Dancefloor-Ausrichtung mit einer unterschwelligen und düsteren Subnote. Nicht von ungefähr sind sie regelmäßiger Live-Bestandteil einer mobilen Club Night namens A Perfect World, bei der auch der Soundtrack zum Neo-Noir-Thriller Drive eine gewichtige Rolle spielt. Die Tracks weisen bei aller Schlagkraft auch eine Gothik-Note und Soundtrack-artige, housy Flächigkeit auf. Spätestens beim Track fünf, verliert man die Bäume aus dem Blick und sinkt verzückt und ergeben hinab zum Ocean floor, um in eisiger Kälte konserviert weiterzutanzen und Endles days of youth zu zelebrieren. Vielleicht kein visionäres, aber ein sehr überzeugendes Debüt.

     

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