Wer hier ein verwirrendes Déjà-vu hat, sei gleich beruhigt. Chasing Beats ist tatsächlich so etwas wie die Fortsetzung von Chasing Clouds, der letztjährigen Veröffentlichung von Sepalot. Er greift bereits vorhandene musikalische Ideen auf und spinnt sie weiter. Diese Idee war ursprünglich nur auf die Umsetzung von Live-Situationen gemünzt, nun ist ein weiteres Album daraus geworden.
Gäste wie Chill Moody, Verso und Johnny Popcorn bereichern die Songs mit ihren Stimmen und sortieren die clouds bzw. beats neu. Das überwiegend im Pförtnerhäuschen einer Tiefgarage in Philadelphia(!) aufgenommene Album stellt ein geschicktes Recycling dar. Angereichert durch Jazz und Soul entsteht erneut eine feine Beat-Mischung, die das Genre Hip Hop kreativ und großzügig interpretiert. Die Fortführung des »besten deutschen Hip Hop Albums 2011« (Süddeutsche Zeitung) beweist, dass man den örtlichen Bezug hier tatsächlich vernachlässigen kann: Der Münchner Sepalot spielt locker und konzentriert zugleich auf höchster internationaler Ebene mit.