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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 23. August 2017 | 02:30

    Jerry Douglas: Traveler

    05.07.2012

    Muhammad Ali of Dobro

    Der nimmermüde Gitarrist, dessen sensationelles Spiel fast jeder schon einmal gehört haben dürfte (alleine der Soundtrack zu O brother where art thou verkaufte sich über 8 Millionen mal!), veredelt Eigenkompositionen und Fremdmaterial mithilfe prominenter Gäste. Von TOM ASAM.

     

    Obwohl er eine mehr als beeindruckende Sammlung von Grammys und weiteren äußerst namhaften Auszeichnungen aufweisen kann, ist der Name Jerry Douglas hierzulande wohl nicht so bekannt wie der Klang seines Gitarrenspiels. Das liegt zum einen daran, dass Douglas sich nicht unbedingt immer prominent ins Rampenlicht stellen muss, sondern gerne hinter musikalischen Größen wie John Fogerty (der ihn für den größten Musiker überhaupt hält), Lyle Lovett oder Alison Krauss steht. Zum anderen liegt es wohl daran, dass Country-beeinflusste Musik in den USA noch mal einen ganz anderen Stellenwert hat, als bei uns. Dort ist Jerry Douglas wohl ohne Übertreibung so etwas wie eine lebende Legende.

     

    Douglas steht vor allem für Dobro. Dies ist eine Bezeichnung für Resonatorgitarren, die doppelt auf jene slowakischen Auswanderer deutet, die das Instrument in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA etablierten. Zum einen ist Dobro der slowakische bzw. slawische Ausdruck für »gut«, zum anderen hießen die Hersteller Dopyera. Heutzutage wird der von ihnen gewählte Herstellername fast synonym mit dem Instrument verwendet, auch wenn das Namensrecht momentan bei Gibson liegt. Mit seinem Dobro- und Lap Steel Spiel veredelte Douglas über 2000 Plattenaufnahmen – sehr bekannt unter anderem der erwähnte Soundtrack zum Film der Coen Brothers sowie Aufnahmen mit Alison Krauss & Union Station.

     

    Auf Traveler revanchieren sich etliche Größen auf eindrucksvolle Weise. Das Album trägt seinen Namen zu Recht, reiste der ursprünglich aus Ohio stammende Douglas für die Aufnahmen doch um die halbe Welt. Unter anderem in New Orleans, Montreal und in New York traf er auf Kollegen, um Eigenkompositionen und liebgewonnene Klassiker gemeinsam einzuspielen. Großartig: Paul Simon´s The Boxer erstrahlt im runden Dobro-Sound unter Beteiligung der harmoniesüchtigen jungen Neo-Folkies von Mumford and Son und Simon himself in neuem Licht. Gemeinsam mit Eric Clapton (Lead Vocals und Gitarre) zelebriert Douglas auf Something You Got eine lässige R&B-Nummer mit dezenten Bläsersätzen. Auf Frozen Fields hören wir Allison Krauss & Union Station. Während Douglas auf On a Monday zeigt, dass er auch in der Lage ist, die Lead Vocals selbst zu übernehmen, beweist er mit mehreren weiteren Tracks seine Fähigkeiten als Songwriter. Weitere namhafte Helfer auf dieser gelungenen Platte: Huey »Piano« Smith, Keb' Mo' und Dr. John!

     



     

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