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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 22. Juli 2017 | 00:42

    Eleni Mandell: I can see the future

    05.07.2012

    Mit offenen Karten

    Das achte Album der hochklassigen Singer-/Songwriter-Lady aus LA birgt autobiographische Züge. Von TOM ASAM

     

    Die Zukunft ließ sich Eleni Mandell Ende der 90er Jahre von einer Wahrsagerin aus den Karten lesen. Eine Heirat mit 32 Jahren und etwas diffuse Aussagen zum Thema »Kinder« waren die zentralen Prognosen. Der Opener The future erzählt von der Suche nach der großen Liebe, dort wo der Ozean auf die Berge trifft. Im echten Leben hatte die hochgelobte Sängerin in den letzten Jahren einige private wie geschäftliche Trennungen zu verkraften – das Thema Nachwuchs ging sie aktiv mithilfe einer Samenspende an.

     

    Genau in dieser emotional gespaltenen Zeit, begann Mandell die Arbeit am aktuellen Album, dessen Stimmung sie passend als »bittersweet« beschreibt. Desert Song bekommt passenderweise den entsprechenden South-Western-Touch verpasst durch die Pedal Steel Guitar von Greg Leisz, Who you gonna dance with bekommt eine soulige Einfärbung durch das Sax von Steve Berlin (LosLobos) und Benji Hughes spielt den Gesangs-Counterpart Elenis im Sinne von Hazlewood/ Sinatra beim schönen Never have to fall in love again. Die Kolleginnen vom Vocal-Trio Living Sisters sorgen für passende Backing-Vocals, während Nathan Walcott (Bright Eyes) die Streicher- und Bläser-Sätze arrangiert hat, welche Magic Summertime oder I´m Lucky einen gewissen Classic Pop-Schmelz verleihen. I can see the future bietet einen Einblick in Mandells Gefühls-Karussel zwischen emotionalen Höhepunkten, Zweifeln und melancholischen Momenten.

     

    Insgesamt eine durchwegs gelungene Platte, die von der Erfordernis großer Gelassenheit im fortschreitenden Leben erzählt – und der Erkenntnis, das nichts für immer währt. Man möchte dazu, wie in Desert Song beschrieben nachts auf der Front Porch sitzen, Koyoten beim Heulen zuhören, die Rücklichter eines Autos über ferne Hügel verschwinden sehen und sich einreden, dass man an Wunder glaubt – manchmal zumindest.

     



     

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