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Sonntag, 26. Mai 2013 | 08:14

Bibi Tanga & The Selenites: 40° of sunshine

05.07.2012

Afro-Paris-Sound

Diplomatensohn und unermüdlicher Professor mit heißem Funk-Groove. Von TOM ASAM

 

Der 1969 in Paris geborene Bienvenu Tanga verbrachte seine Kindheit zwischen Frankreich, der zentralafrikanischen Heimat seiner Eltern, Moskau und Washington D.C., da sein Vater Diplomat war. Bienvenu, kurz Bibi fing früh an Gitarre, Bass und Saxofon zu spielen. Seine zwischen New Wave, afikanischem Pop und R´n´B pendelnden musikalischen Vorlieben bekamen weiteren Kreativdünger, als er auf Professeur Inlassable traf, einen Fachmann in Sachen früher französischer Pop-Musik.

 

Nachdem sich die ersten beiden Alben von Bibi, dem Prof und der Band The Selenites thematisch um den Mond drehten, steht diesmal endlich die Sonne im Zentrum des Universums. 40° of sunshine, der Titelsong, ist eine Geschichte darüber, was passieren würde, wenn man Alkohol durch flüssigen Sonnenschein ersetzen würde! Dementsprechend heiß ist der multikulturelle Funk, der die Energie nächtlicher Jam-Sessions mit den Sample-Skills des Professors verschmilzt. Da man von Sound und Sonnendrinks auf Dauer aber auch nicht satt wird, drehen sich zwei in der Sango-Sprache von Bibis Vorfahren gesungene Stücke um kulinarische Genüsse: Kangoya ist ein Palmwein, der auch eine wichtige soziale Rolle einnimmt, Banda a gui koua ist eine traditionelle Gemüsespeise. Insgesamt ein randvoller, schmackhafter Soundeintopf von Bibi und seinen black hot chilli peppers. Druckvoll und chillig gleichermaßen!

 

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