Die achtköpfige Truppe ging aus ehemaligen Mitgliedern von Harold Dejeans Young Olympia Brass Band hervor, welche in New Orleans eine Institution ist. Trommler Lumar LeBlanc und Derrick Moss beschlossen 1991, neue Wege zu gehen und die Brass-Tradition mit zeitgenössischen Einflüssen zu kombinieren. So begannen sie, Marching-Band-Sound mit Rhythm and Blues, Funk und Hip Hop Elementen zu verschmelzen. Der Großteil der Songs hat dabei Gesangparts, das heißt, mal wird gesungen, mal gerappt.
Nach fünf Studioalben und unzähligen Auftritten sind sie längst eine Institution in ihrer Heimatstadt. Touren mit so unterschiedlichen Künstlern wie Allen Toussant, Plant/Page, The Roots oder Arcade Fire zeugen von ihrem Kaliber. Nachdem ihre bisherige Alben nur in den USA erschienen, bietet das international erscheinende Unlock your mind nun die Möglichkeit, sich diese satten Bläser und fetten Trommeln auch hierzulande problemlos ins Wohnzimmer zu holen. Man hört, dass diese Band praktisch auf der Bühne lebt. Mardi Gras hin, Rap her – die Soul Rebels verfügen vor allem über mächtige Energie und Gespür für breitenwirksame Arrangements. Wie sich etwa eine bläsergetriebene Version von Sweet dreams are made of this anhört, sollte man herausfinden. Das New Yorker Kulturmagazin Village Voice bezeichnete die Combo übrigens mal als »fehlendes Bindeglied zwischen Public Enemy und Louis Armstrong!«