Als die Beachwood Sparks im Jahr 2000 ihr Debütalbum veröffentlichten, waren Harmonie-trunkene Ausflüge zurück in die Vergangenheit der Westküste nicht gerade hip. Das hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Holzfällerhemd, Vollbart und ironiefreier Harmoniegesang werden problemlos unter das große »Indie«-Mäntelchen subsumiert. Fleet Foxes, Iron and Wine, Bon Iver und Konsorten haben riesige Erfolge und natürlich unendlich viele, talentierte Gleichgesinnte hinter sich. Beachwood Sparks sind nicht die Ersten, die sich nach dem Kalifornien der späten 60er und frühen 70er Jahre sehnen. Hier fliegen die Funken von Venice Beach bis hoch in den Laurel Canyon: Croby, Stills, Nash and Young bzw. Buffalo Springfield tauchen aus dem Dunst auf, die Byrds zu Zeiten von Sweetheart of the Rodeo und Gram Parsons Vision einer »cosmic american music« werden lebendig.
Für die Aufnahmen expandierte die Band auf sieben Mitglieder inklusive Neal Casal (Ex- Ryan Adams und The Cardinals Mitglied) und Indie-Hipster Ariel Pink. Vor zwölf Jahren waren sie zu früh dran, mal sehen, ob sie den Zug diesmal knapp verpasst haben. Wäre schade, denn bei aller Retro-Seligkeit handelt es sich doch bei The tarnished gold um eine wahre Perle.