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    TITEL kulturmagazin
    Montag, 26. Juni 2017 | 22:55

    Marco Tschirpke: Lapsuslieder 4

    21.06.2012

    Rennie und die Kuckucksuhr

    Jazz etwas anders – und Texte ganz anders. Das hatten wir kürzlich mit Jaques Palminger´s Jzz & Lyrk. Jetzt kommt Tschirpe ganz ähnlich daher – aber ganz anders, findet TOM ASAM.

     

    Marco Tschirpe, 1975 in der DDR (wahrscheinlich als Mirco Tscharpe) geboren, hat in Essen Klavier studiert. Bestimmt ein schöner Studiengang, bringt aber weder Region noch Abgänger wirklich nach vorne. Marco jedenfalls schlug nach Erhalt des Diploms den Karriereweg Bauhelfer, Pflegehilfskraft, Transportarbeiter ein. Bevor er sich folgerichtig noch als Online-Kulturjournalist verdingte, wurde er dann doch lieber Kabarettist. Von einem bekannten bayrischen Kollegen wissen wir: Brot + Zeit = Brotzeit. So ist Musiker + Kabarettist halt Musikkabarettist. Und auch so etwas gibt es in gut!

     

    Die fünf Jahre, die Tschirpe an Lapsuslieder 4 rumgeschraubt hat, haben sich gelohnt! »Ich und mein Klavier, wir sind ein Gespann – im Gegensatz zu dir lässt mich mein Klavier immer an sich ran« legt er los. Das Klavier lässt aber auch u.a. Kontrabass, Streicher und Bläser mit ran. Über die unberechenbaren Jazzklängen legt sich Tschirpkes Sprechgesang;

     

    »Mein Bäcker weiß nichts von Know How, die Backmischung ist grau in grau. Er langweilt mich mit seinem Mist, ich weiß nicht was er selber frisst.« Oder: »wenn wir einst als alte Männer, krückverstockt am Kirchturm stehn, lassen wir, der Faust entronnen, unsre Mittelfinger stehen.« In 40 Minuten werden hier nicht weniger als 31 Not so easy listening Miniaturen zum Besten gegeben, die die Absonderlichkeiten des Alltags mit einer ordentlichen Portion Schärfe und Gewaltbereitschaft ausleuchten. So muss Jazz! So muss Kabarett! Da lernt man was für´s Leben. Etwa: Wer ne Frau mit Klasse sucht, sollte es zu mal mit einer Lehrerin versuchen. Da rostet vermutlich auch der Venushügel – piercingbedingt – nicht. Wir begegnen merkwürdigen Leuten im märkischen Land, gehen mit alten Knaben auf´s Pissoir und genießen weitere Freuden des Alltags. Großer Sport – ganz ohne UEFA!

     



     

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