TITEL kulturmagazin
Dienstag, 28. März 2017 | 21:44

Belleruche: Rollerchain

31.05.2012

Was soll man da noch sagen, wenn es doch The Times schon so schön formuliert hat:

Portishead trifft Blondie in einer bluesgetränkten, verruchten Session“ – die wissen halt wie man neue Scheiben bewirbt! MIRJAM STUTZMANN hat auch reingehört und stellt fest, The Times hat Recht.

 

Rollerchain, das neue und damit vierte Album von Belleruche, ist da und schon vorab bestens beworben worden. Die Werbemaschine läuft und die Klickzahlen zur Vorab-Single Stormbird schnellen nach oben. Wer also für weitere Klicks sorgen möchte, der klicke, allerdings wird es bei uns schwierig, da die GEMA die Musikrechte in Deutschland nicht freigegeben hat. Man kennt das ja.

 

Da hilft der schnelle Griff zur CD. Es ist ein sehr experimentierfreudiges Album geworden und dass im Studio sicher mit viel Spaß am Gezuppel und Gefrickel gearbeitet wurde, das hört man dem Ganzen an und das macht das Hören sehr abwechslungsreich und zur kleinen Entdeckungstour im Belleruche’schen Universum. Im Großen und Ganzen ist die Musik zwar eher basslastig, was Sängerin Kathrin deBoer stimmlich aber an vielen Stellen konterkariert und damit sehr gut vervollständigt und um die weibliche melodische Note erweitert.

 

Gerade das schon erwähnte Stormbird hat sehr großes Potenzial und entführt in elektronisch-musikalische Unterwasserwelten. Außer Stimme, Gitarre und einem DJ an den Turntables, gibt es nicht viel Schnickschnack in der Band, aber was soundtechnisch alles ausprobiert wird, macht einen hellhörig und ist ein wirklich neugieriger Vorstoß in neue musikalische Gefilden. Von dieser Band hat man derlei Experimentierfreude noch nicht gehört.

 



 

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