TITEL kulturmagazin
Dienstag, 28. März 2017 | 21:46

Amanda Rogers: Hope From The Forgotten Woods

31.05.2012

Vom düsteren Wald erzählt die schöne Elfe

Eine neue Tori Amos ist da – eigentlich ist sie schon länger da, ich hab sie bisher nur nicht gesehen. Kein Wunder bei diesen scheuen Waldwesen. Während Tori Amos irgendwie immer abgedrehter wird, ist Amanda Rogers sehr erdverbunden, und das trotz ihrer Elfenhaftigkeit. Von MIRJAM STUTZMANN

 

Amanda Rogers ist eine von denen, die schon in jungen Jahren auf reichlich Bühnenerfahrung zurückblicken können, dass man sich frägt, wie das überhaupt gehen kann. Als Support Act von Bands wie Dashboard Confessional ist die gebürtige New Yorkerin schon seit Jahren unterwegs. Ihr erstes Album Here and Nowhere hat sie schon mit 17 Jahren auf die Beine gestellt. Auffällig oft tritt sie, die junge, zerbrechlich und verwundbar wirkende Sängerin als Vorgruppe von eher harten Jungs auf. Vielleicht ist es genau dieser Gegensatz, der den Konzertbesuch erst komplettiert.

 

Tori Amos oder Aimee Mann klingen durch, was aber einfach daran liegt, dass man von diesen Solo-Künstlerinnen am Piano nicht allzu viele kennt, die es zu weltweitem Ruhm gebracht haben. Apropos, Amanda Rogers Musik könnte man sich sehr gut als Film-Soundtrack à la Magnolia vorstellen.  Es sind die tiefen Gefühle, die sie in lyrische Texte verwandelt, die untermalt und getragen werden von schlichter, sehr klangvoller Klaviermusik. Jedes Lied erzählt eine Geschichte, in die man abtaucht.

 

Das Album hat sie Opfern sexueller und häuslicher Gewalt gewidmet und das zeigt schon, dass diese junge Dame auf die ernsten Themen im Leben schaut und sich nicht leichtfüßig sondern tiefgründig an die einzelnen Songs macht. Eine Entdeckung und sicherlich eine Konzertempfehlung!

 

Tourdaten

31.05.12            A – Dornbirn / Schlachthaus

01.06.12            L – Luxembourg / D:qliq

02.06.12            D – Karlsruhe / Cafe Nun

03.06.12            D – Munich / Sunny Red

04.06.12            CH – Winterthur

 



 

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