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    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 22. Juli 2017 | 00:40

    Earthlimb: Origin

    24.05.2012

    Feuchte Studiofantasie

    Der ehemalige Gitarrist einer melodischen Death Metal-Band werkelt im stillen Kämmerlein an einer feuchten Studiofantasie von Prog-Rock-Album? Jaja, wenn Schweine fliegen können. Obwohl, auf dem Cover von Earthlimbs Origin ist das ja auch ein Ding der Möglichkeit. Von KRISTOFFER CORNILS

     

    So ein waschechtes Pink Floyd-Zitat hätte man Markus Ruf nicht unbedingt zugetraut. Aber für das Earthlimb-Projekt seines ehemaligen Fear My Toughts-Mitstreiters Patrick Hagmann hat er trotzdem ein Schwein über eine menschenleere Landidylle mit Geysir im Zentrum fliegen lassen. Nicht nur ästhetisch, auch musikalisch kann man die acht Songs von Origin schlecht vor die Folie von Hagmanns alter Band halten. Die Metal-Anteile sind eher Restbestand, im Vordergrund steht ein Sound, der alten und neuen Prog-Rock-Helden und zeitgenössischen Post-Rock-Vertretern gleichermaßen Tribut zollt. Durch den Gesangsbeitrag Alex Bleiziffers, auch aktiv bei der Freiburger Metal-Band The Hellcall, bekommt Earthlimb noch eine andere Note.

     

    Was bereits beim ersten Hören von Origin jedoch besonders hervorsticht ist das ausgefallene Schlagzeugspiel, für das sich Hagmann mit Norman Lonhard (unter anderem beim Celtic Frost-Nachfolger Triptykon aktiv – noch einer mit Metal-Hintergrund also) die perfekte Unterstützung herangeholt hat. Kraftvoll und kreativ verleiht Lonhard den Songs mit ausgeklügelten Fill-Ins Leben und mit seinem kraftvollen Spiel viel Drive. Damit macht er vielleicht einiges wett, was Hagmanns Songwriting fehlt: Als Studioprojekt wirkt Earthlimb naturgemäß etwas verkopft, überproduziert, zu glatt. Wenn er dabei wie auf Pulsar nicht im Wettstreit mit Bleiziffers voluminösen Gesang steht, kann er seine Fähigkeiten zwar voll ausleben, auf dem siebeneinhalbminütigen Hiding jedoch wird der Hörerschaft etwas zu viel des Guten gegönnt.

     

    Origin überrascht neben all dem proglastigen Pomp mit seinen Bratriffs und ornamentalen Gitarrenmelodien allerdings auch mit elektronischen Spielereien, Streicherloops und Vocodereinsätzen. Es mag ein überorchestriertes Album sein, sich bisweilen etwas am Klischee bewegen – seinen Powerballadenmoment hat es mit Oceans Of Astate natürlich auch – aber allein schon seine Vielseitigkeit ist beeindruckend.

     

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