Während ein großer Teil der in den letzten Jahren veröffentlichten Platten mit Musik aus Mali eher im ruhigerem Tempo verweilte (Toumani Diabate, Ali Farka Touré und zuletzt auch Tinariwen) ist Ben Zabos Sound trotz aller Ambitionen über die Musik hinaus zunächst Ausdruck von Lebensfreude und durchaus partytauglich. Ben Zabo, der den Gesang und einen Teil der Gitarren übernimmt, wird von einem tollen Rhythmus-Team begleitet (Bass, Percussions, Balafon), das zum Tanzen animiert. Mehrstimmige Gesangs-Sätze, Orgel und Saxophon erweitern das Klangspektrum, der gelungenen, zwischen fünf und acht Minuten langen Songs. Ein großer Teil der Stücke ist in Bomu gesungen, der Sprache im Bwa-Land, wo die Minderheit zwischen Mali und Burkina Faso lebt. Besungen werden Tapferkeit und Liebe, wichtige Grundpfeiler, um mit Kraft für die ebenso thematisierten Werte wie Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.