Wie passend: Lodemann veröffentlicht seine besten Arbeiten auf Best Works Records und fasst dabei Material zusammen, das ursprünglich auf diversen Labels wie Freerange oder room with a room erschien. Interessanterweise strebte Lodemann nicht unbedingt eine Musiker-Karriere an, sondern war lange Jahre als Sozialarbeiter tätig. Als Ausgleich zum Job mit schweren Jungs vertiefte er sich nebenbei seine DJ-Skills, bevor er den Wechsel ins Profi-Lager beschloss. Durch zahlreiche 12“-Veröffentlichungen und Remix-Arbeiten machte er sich einen Namen im internationalen DJ-Circuit. Berufliche Umwege lohnen sich, zeugen sie doch oft vom Willen einer eigenen Vision zu folgen und der Fähigkeit, verschiedene Ansätze zu verfolgen. So stechen seine Arbeiten locker aus der Masse heraus und verzichten auf allzu typische Gimmicks und vorproduzierte Schablonen. Highlights auf der mit Originals bestückten ersten CD sind unter anderem zwei Tracks mit Nathalie Claude. CD 2 liefert Remix-Highlights, unter anderem Lodemans Version von Tracey Thorns Why does the wind oder Omars lay it down. Schön, schön – und weit mehr als fragmentarisch.