Dario Bertolotti und Giovanni Battagliota sind Don Turbolento. Auf ihrem dritten Album Attack! nennen sie das erste Stück What I CAN. Ein weiteres Stück heißt Tanzen Düsseldorf, hier kommt es zu einem krautigen Name-Dropping der Superlative: I fell straight into a tangerine dream geht es los, weiterhin zitiert werden unter anderem Moebius, Neu, Amon Düül, Popul Vuh, Kluster und Neu. Interessanterweise versuchen die Italiener, dabei kaum wie die beschworenen Helden zu klingen. Don Turbulento scheinen vielmehr erkannt zu haben, dass es eine besondere Stärke dieser deutschen Bands der 70er Jahre war, Erwartungshaltungen zu negieren und Traditionen zu brechen, dies machte sie auch zum nicht zu unterschätzenden Einfluss für viele interessanten Projekte, die der Punk-Explosion folgen sollten. Don Turbolento machen frischen Indie Rock mit rohen Sythiesounds und ohne Gitarren – der eigentlich viel mehr zu tun hat mit zickigem und zackigem New Wave; auch wenn sie 2010 tatsächlich eine Jam Session Night mit CANs Damo Suzuki erleben durften. Fair enough.