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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 23. August 2017 | 04:31

    Don Turbolento: Attack!/ Lüger: Concrete Light

    03.05.2012

    Can this be Kraut?

    Die Verehrung kosmischer Krautlegenden kennt längst keine Grenzen mehr. Das Düsseldorf der 70er ist plötzlich überall, zum Beispiel in Italien oder Spanien. Oder etwa nicht? Von TOM ASAM

     

    Dario Bertolotti und Giovanni Battagliota sind Don Turbolento. Auf ihrem dritten Album Attack! nennen sie das erste Stück What I CAN. Ein weiteres Stück heißt Tanzen Düsseldorf, hier kommt es zu einem krautigen Name-Dropping der Superlative: I fell straight into a tangerine dream geht es los, weiterhin zitiert werden unter anderem Moebius, Neu, Amon Düül, Popul Vuh, Kluster und Neu. Interessanterweise versuchen die Italiener, dabei kaum wie die beschworenen Helden zu klingen. Don Turbulento scheinen vielmehr erkannt zu haben, dass es eine besondere Stärke dieser deutschen Bands der 70er Jahre war, Erwartungshaltungen zu negieren und Traditionen zu brechen, dies machte sie auch zum nicht zu unterschätzenden Einfluss für viele interessanten Projekte, die der Punk-Explosion folgen sollten. Don Turbolento machen frischen Indie Rock mit rohen Sythiesounds und ohne Gitarren – der eigentlich viel mehr zu tun hat mit zickigem und zackigem New Wave; auch wenn sie 2010 tatsächlich eine Jam Session Night mit CANs Damo Suzuki erleben durften. Fair enough.

     

    Das Madrilenische Quintett Lüger legt auf Concrete Light mit dem Intro Belldrummer Motherfucker los, das durchaus einen gewissen Hauch von Düsseldorfer Luft mit sich bringen mag. Die Produkt-Info legt Vergleiche mit Can, Kraftwerk und Amon Düül II nahe, zu allererst sind die Spanier hier aber auf dem Spacerock-Tripp im Schweife von Hawkwind und Co. Sie haben das Spaceshuttle nochmal bekifft aus der Weltraumgarage ausgeparkt und sind losgedübelt. Der Captain Daniel Fernandez spielt zwischen straighten Abgehnummern ab und an die Sitar, um die Crew wieder etwas runter zu bringen – und zwischen den Kacheln des Schutzschildes sprießt dann auch das Space-Kraut. Concrete light ist ein intensiver, roher Trip – aufgenommen in nur drei Tagen. Hot Stuff.

     

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