Auch wenn man die Cats on Fire nicht kennt, mag einem das Liedgut, das auf All Blackshirts to me präsentiert wird, seltsam vertraut vorkommen. The Go Betweens scheinen deutlich durch, auch die Smiths. Der intelligente Weichei-IndiePop der Finnen dürfte aber auch Freunde der poppigen Seite von The Cure oder von Belle and Sebastian ansprechen. Zugegeben: Ich habe zwei Durchgänge lang versucht die Platte abzutun mit den Argumenten »alles schon gehört« und »so stark ist das Songmaterial ja auch nicht.« Aber Katzen sind nun mal nicht so leicht auszumachen. Kommen nur zum Kuscheln, wenn sie Lust haben. All Blackshirts … liefert keine simplen Ohrwürmer, sondern schleicht sich eher durch die Hintertür in die Gehörgänge – auch wenn wir hier nicht von hochkomplexen Songs sprechen. Schöner Sing-Along-Pop mit kleinen Widerhaken und voll subtiler Schönheit. Inklusive kleiner Abwechslungen wie einer zweiten, weiblichen Gesangsstimme, Piano- oder Vibraphon-Sprengseln.