Es ist bereits das fünfte Album des norwegischen Projekts, das angeblich seinen Ursprung in der Drum’n’Bass-Szene hatte, dann aber schnell zu einer der frickelfreudigsten Institutionen im breiten Feld des Post-Rocks wurde. Bevor Bands wie And So I Watch You From Afar es gehörig mit der Instrumentierung übertrieben, ließen The Samuel Jackson Five die Gitarren gegeneinander wettern, das Schlagzeug zittern und allerlei obskure Instrumente in das kreative Chaos einstimmen
Auf dem selbstbetitelten fünften Album geht es weit ruhiger zu. Die Melodien sind etwas konventioneller, die Songstrukturen übersichtlicher geworden. Truls Heggero, Pål Angelskår und Thomas Batlie sowie der feste Neueinsteiger an der Gitarre, Jonny Knutsen, leihen der Band ihre Stimmen. Gesang ist in dieser Form ein Novum bei The Samuel Jackson Five und eventuell wird der eine oder andere Fan angesichts des neu gefundenen Pop-Appeals die Augenbraue hochziehen
Nur noch wenige Nummern wie Race To The Self-Destruct Button erinnern an die zähnefletschenden Momente der Vorgängeralben. Auf denen hätten sich so zuckersüße Songs wie Ten Crept In oder ein käsiges Synthie-Pop-Intro wie auf And Then We Met The Locals eher nicht gefunden. Dabei steht ihnen das gar nicht Mal so schlecht und geht immer noch auf die verschrobene Art in den Endorphinspiegel, wie man es von früher kennt. Die Kopfgeburten schlagen natürlich immer noch ihre Purzelbäume. Selbst, wenn die Band ihre Energie kanalisiert hat, dem Album ist sie noch immer bestens anzuhören.