David Eugene Edwards, der »son of a preacherman«, wobei – ehrlich gesagt – »Enkel eines Priesters« die genauere Bezeichnung ist, verfügt über eine ganz spezielle Aura, die ihn umgibt, wenn er singt. Es ist das exakte Gegenteil von Easy Listening, es ist ein musikalisches Erlebnis, das ganz schön tief geht. Der Alternativ-Musiker, der auch manchmal dem Country zugerechnet wird, wurde vor allem durch seine frühere Band 16 Horsepower bekannt.
Aber auch seine jetzige Band Wovenhand gibt es schon ganze 10 Jahre. Das Album Live at Roepaen ist ein Konzertmitschnitt, der im Dezember 2010 in einer Kirche in den Niederlanden entstanden ist. Mit diesem Hintergrundwissen verwundert einen dann auch das Booklet nicht mehr. Bilder von Kirchenfenstern, Kerzen und überhaupt die ganze sakrale Anmutung sind dem Ort der Aufnahme geschuldet. Das Setting passt ganz hervorragend zur Musik. Die Rockband mit Metal-und Düsteranleihen und die charismatische Stimme des Sängers haben etwas Meditatives und gleichzeitig sehr Kraftvolles an sich. Es ist keine einfache Musik, aber wenn man sich darauf einlässt, bekommt es einen sehr speziellen Sog.