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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 25. Juni 2017 | 07:19

    pacificUV: Weekends / De La Mancha: The end of music

    12.04.2012

    Into the great wide open

    Was soll nun enden? Die Woche – oder die Musik? Fragt TOM ASAM

     

    Die bereits Ende der 90er in Athens, Georgia gegründeten pacificUV veranlassten das Rolling Stone Magazine bereits mit ihrem zwischen Noise und Melodie angesiedeltem Debut dazu, zum Prädikat »Masterpiece« zu greifen. Weekends ist das mittlerweile dritte Album, die Noise-Elemente sind weitgehend gezügelt – und das Ergebnis wiederholt großartig. Funny Girl könnte ein Ballade von Stephen Merrit mit den Geistern von Suicide sein, in Songs wie I´m here (but it´s not me) hallen die My Bloody Valentine- Anklänge immer noch leicht durch den Raum und Baby Blue breitet sich in selbigem slow und shoegazing aus wie ein sanftes Gas. High ist eine slow-motion Liebes-Hymne, die tatsächlich high macht, und Ballerina ein positiv stimmender Pop-Hit mit Vocoder-Einsatz. Weekends ist ein atmosphärisch dichtes, perfekt ausbalanciertes Popalbum, das mehrere Wochenenden zu retten im Stande ist.

     

    »What we call the beginning is often the end. And to make an end is to make a beginning. The end is where we start from« versuchen die Schweden von De La Mancha ihren Album-Titel The end of music zu erklären. Wie auch immer, fangen wir ein gemütliches Wochenende halt von hinten an und legen diese Scheibe noch vor den pacificUV auf. De La Mancha haben ihre Liebe zu My Bloody Valentine oder Jesus and the Mary Chain noch weiter hinter sich gelassen und sich ganz Richtung reduzierter Schönheit und zerbrechlicher Eleganz gewandt. Einer überwiegend sparsamen Instrumentierung steht dabei eine eindringliche Wirkung gegenüber. Plötzlich steht das heimische Sofa under a leaden sky am Fuße der hidden mountains. Unkitschige Gefühlsmusik, bei der nicht nur das Cover etwas an die großartigen Red House Painters erinnert. At lands end bringt uns in epischer Länge und mit leicht düsterem Touch dem vermeintlichen Ende der Musik entgegen. Doch im digitalen Zeitalter ist niemals Ruhe: der Bonus-Track til gupu zeigt uns, dass auch nach dem Ende noch nicht Schluss ist. So hoffen wir auf weitere Lebenszeichen dieser vielversprechenden Formation – und legen wieder pacificUV auf; im stillen Glauben daran, dass dieses Wochenende niemals enden möge.

     

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