Auch wenn die Nachbarn der großartigen Fat Freddys Drop aus Wellington, Neuseeland, ihren Roots im Reggae treu bleiben, wirklich schmutzig ist ihr Sound nicht. Und staubig, oder gar verstaubt schon gar nicht. Ihre Art von Reggae-Sound schwimmt mittig genug im Pop-Strom, um breiten Anklang zu finden, ohne jedoch in Belanglosigkeit abzudriften oder in die Klischee-Falle zu tappen. Anklänge an Funk, Soul, Rock und Disco sowie eine variable Instrumentierung sorgen für die nötige Abwechslung im Detail. Die Rolle der Lichtstrahlen in Out of Light scheinen die schimmernden Keyboardsounds zu übernehmen, Don´t turn around bringt den Dub in die (Reggae-)Disco und Loose Cartilage ist mit seinem Eröffnungsriff eine Hommage an die Aussies AC/DC, bevor sich der Track zu einer entspannten Funk-Nummer entwickelt. Man kann leicht auf überschwängliche Lobeshymnen auf die Black Seeds stoßen – besonders was die Livequalitäten der Truppe anbelangt. Nachdem sie in der Vergangenheit bereits die Line-Ups einiger namhafter Open Airs in Europa aufwerteten, kommen sie mit ihrem dritten Album im Mai nun auch in kleinere Clubs in Deutschland. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte!