Nive Songs erschien zunächst auf dem kleinen Label Tutu Recordings, das der Künstlerin Nive Nielsen selbst gehört. Diese erreichte damit tatsächlich Goldstatus. Was in ihrer Heimat Grönland mit seinen 58.000 Einwohnern vermutlich einer Verkaufszahl von 250 Einheiten entspricht. Nun erhalten deutlich mehr Menschen die Möglichkeit, das Werk der Inuit Singer-/Songwriterin zu erwerben, da es in Europa über Glitterhouse erhältlich ist. Nive wohnt nicht in einem Iglu, singt aber schon mal über Schnee und Winter. Aber auch über Kaffee und Käfer, Rock´n´Roll, Staubsauger und Geister. Einmal benutzt Nive im Song tuttukasik ein langes grönländisches Wort, das in etwa so klingt: tuttutuutututuuututuututuututuutu – auf jeden Fall gibt’s hier nichts außer t´s und u´s, dafür aber umso mehr davon! Dass es sich hier aber um mehr als ein beliebiges Album aus einer abgelegenen Region mit seltsamer Sprache (keine Angst: Es wird bis auf ein paar Wörter englisch gesungen) handelt, dürfte ein Blick auf die Liste der Musiker belegen, die daran beteiligt waren: John Parish, Howe Gelb, Patrick Carney von den Black Keys oder Arlen Thompson von Wolf Parade.