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Dienstag, 28. März 2017 | 21:39

Pond: Beard Wives Denim/ Adam´s Castle: Vices/ Appaloosa: The worst of saturday night

05.04.2012

Beauty and the Beat

Die Liebe zum guten alten Rock verbunden mit der Liebe zum Detail ergibt auf verschiedenen Wegen mal wieder ein paar beachtens- und entdeckenswerte Bands. Von TOM ASAM.

 

Nick Allbrook und Jay Watson kann man schon als Rhythmusgruppe der australischen Tame Impala kennen, zusammen mit Joseph Ryan sind sie auch Pond und auf den Spuren großer Rock-Momente. Obwohl sich zu schneidiger Gitarre und trockenen Drums hier auch Orgelsounds und Chor-Sätze gesellen, wirkt Beard Wives Denim an keiner Stelle aufgeblasen. Liebevoll und organisch wandelt man auf den Spuren von Syd Barret und Neil Young. Elegant Design klingt, als würden MGMT im Proberaum Led Zeppelin huldigen. Sehr gute Songarrangements und eine für diese Musik perfekte Produktion lassen irgendwelche Retro-Lamenti gar nicht erst aufkommen. Pure Joy!

 

Wenn das Schlechteste, was eine Samstagnacht in der Toskana zu bieten hat, ein Konzert von Appaloosa ist, dann auf nach Livorno! Ausgehend von einem fetten Bassfundament springt die energetische Musik der Italiener mit wilden Rhythmus-Wechseln nach vorne. Fuzzy Guitars, Feedback, kombiniert mit Drum-Machine, Samples und Synthesizern führen dorthin, wo Bauchmusik zu freakiger Head-Musik wird. Abgesehen von in paar Stimm-Samples bleibt das Ganze instrumental. Perfekte Platte für den Einsatz eines kabellosen Kopfhörers – oder zur Not eines Mp3 Players: Details aufsaugen und abzappeln gleichzeitig!

 

Ebenfalls instrumental gehalten ist Vices der US-Band Adam´s Castle, die so eklektisch wie konzentriert vorgehen. Schubladenmäßig ist ihr Sound am ehesten im allgegenwärtigen Postrock zu verorten. Rock minus Bart, Denim und Frauen, plus Nerd-Faktor, Jazz-Affinität und Präzision. Adam´s Castle bewegen sich in einem leidlich (fast schon weidlich) abgegrasten Gebiet, in dem es nur heißen kann: Weniger ist mehr. Bass, Piano bzw. Fender Rhodes und Drums reichen aus, um druckvoll und detailverliebt subtile Stimmungswechsel zu intonieren. Was live schon im Vorprogramm von Don Caballero oder The Sea and Cake funktioniert hat,überzeugt auch zuhause. Keine Platte, die neue Erkenntnisse bringt. Eher eine, die einen ganzen Stapel ähnlicher Produkte, die das Ganze nicht so konzentriert auf den Punkt bringen, überflüssig macht.

 

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