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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 30. April 2017 | 16:44

    Toms Schnellgericht

    15.03.2012

    Diesmal wirklich...

    Scharf angebraten – schnell abgefrühstückt. Von TOM ASAM

     

    »Wer braucht wirklich eine neue Platte von… Part I.«: Vince Clarke und Martin L. Gore. Sie geben keine Ruhe. Nach zwei EPs nun ein ganzes Album unter dem Banner VCMG, das an Prä-Depeche Mode -Zeiten anknüpft und sich strikt dem Techno widmet. Das wirkt leider ziemlich belanglos und scheint überflüssig für jeden, der sich in den letzten 20 Jahren auch nur ein bisschen für Weiterentwicklungen im Bereich elektronischer Musik interessiert hat.

     

    »Wer braucht wirklich eine neue Platte von… Part II.«: Björn Dixgård und Gustaf Norén. Das Herzstück der eher überbewerteten Mando Diao mit dem Nebenprodukt Caligola. Glattpolierte Ausflüge in die 70´s, Dancehall-Klischees und mäßig interpretierter Neo-R&B, verquirlt zu großer Belanglosigkeit. Da hilft auch das Geschwalle vom Künstlerkollektiv nichts.

     

    »Wer braucht wirklich eine neue Platte von… Past III.«: Sinead O Connor. Über 20 Jahre ist es her, dass ihr zweites Album mit dem Überhit Nothing Compares… überall die Charts anführte. Acht Alben und vier gescheiterte Ehen später hört man nichts Aufbauendes von der Irin. Wer soll sich How About I Be Me (And You Be You)? kaufen, fragt man sich. Aber, Überraschung: Ein unglaublich starkes Popalbum zwischen Selbstbewusstsein und Selbstreflektion. Anspieltipps: Das gelungene John Grant-Cover Queen of Denmark und V.I.P. Wirklich hörenswert!

     

    »Wer braucht wirklich eine neue Platte von… Part IV.«: The Stranglers. 35 Jahre nach Rattus Norvegicus erscheint mit Giants das 17. Album der Band, die seit Langem nur noch mit »Best Of«-Sammlungen chartet. Keine Ahnung, wer solche Diskographien komplettiert, Giants ist jedenfalls ein ordentliches Popalbum mit prägnantem Bass und herausstechenden Keyboard-Lines. Den Gesang teilen sich mittlerweile Bassist und Gründungsmitglied Burnell sowie Gitarrist Warne.

     

    Statt alter Recken nun Newcomer – mit Altbackenem. Die britischen Szenegazetten mögen mal wieder jubeln, Morning Parade aber scheinen seit 15 Jahren in den Kellern irgendeines Platten-Majors vergessen worden zu sein. Reißbrett-(Möchtegern-)Stadion-Britrock mit unterirdischen Lyrics nach Baukasten-System, für die man sich selbst als Nicht-Muttersprachler schämen würde. Kann man insgesamt sicher schlechter machen, aber kaum gesichtsloser. Highlight der Bandgeschichte wird die Tour als Support für Coldplay bleiben, die sie schon vor Veröffentlichung ihres originellerweise unbetitelten Debüts hinter sich brachten.

     

    Crazy Arm: Komischer Name für eine Band, die man allzu schnell als zwischen Punkrock und Springsteen agierendem, weiteren Gaslight Anthem Rip-off abtun möchte. Aber: (Auch) hier hören wir nichts, was wirklich mit Punkrock zu tun hätte. Und: Die Eltern der Musiker hatten nicht nur den »Boss« im Regal, sondern auch ein paar Folk-Platten; der große Bruder zudem ein paar Metal-Klassiker. Macht ein durchweg hörbares, ehrliches und unpeinliches Rockalbum mit dem Namen Union City Breath.

     

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