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    Montag, 01. Mai 2017 | 04:20

    Balkan Beat Box: Give

    08.03.2012

    Drei B für ein Suki Muki

    Diese »Bs« kommen nicht aus Belgrad oder Berlin – und Balkan Beat ist auch nur ein kleiner Bestandteil dieser Box. Von TOM ASAM

     

    BBB also. Nicht Bumm Bumm Boris, und auch nicht Brigitte B.´s Busen, sondern Balkan Beat Box. Im Jahr 2005 von den beiden gebürtigen Israelis Ori Kaplan (Ex-Gogol Bordello) und Tamir Muskat in New York gegründet, wurde diese frische Soundbox dank feuriger Liveshows schnell Liebling der Fans und Kritiker. Spätestens seit dem Einstieg des Frontmanns Tomer Yosef sind sie nicht mehr zu stoppen.

     

    Auf Give herrscht ein etwas stärkerer Rockwind als zuvor, allerdings immer gemischt mit verschiedensten Zutaten. Ragga und Hip Hop stehen vor allem für das Beat-B. Den Balkan vertreten vor allem die Bläser(samples). Die elektronischen Elemente orientieren sich eher am Geschehen südamerikanischer oder afrikanischer Clubszenen als an Berlin oder London. Insgesamt ergibt das eine dynamische Mixtur, die nicht nur partytauglich ist, sondern auch über eine gewisse politische Aussagekraft verfügt. Songs wie Money, Porno Clown oder Minimal sind gespeist von der Wut auf eine Welt, in der die Macht der Gierigen überhandzunehmen scheint.

     

    Aber es scheint auch ein gewisser Optimismus durch, geschuldet jüngsten Ereignissen vor der Haustür der Band beziehungsweise vor der Haustüre der bekannten in der alten Heimat: Occupy Wallstreet sowie die sozialen Proteste in Israel.

     

    Doch auch positive wie negative persönliche Erfahrungen flossen in das Album ein. Enemy in Economy beschreibt die absurde Szenerie, als Tomer im Anschluss an einen Flug, bei dem er mit seiner neuen Kamera Photos schoss, nach der Landung von der US-Behörde TSA in Handschellen abgeführt und zwei Stunden »interviewt« wurde. Eine Stewardess hatte Alarm geschlagen, da es ihr doch sehr spanisch… äh, islamistisch (oder was?) vorkam, dass ein – so die Eigenbeschreibung des Sängers – »dunkelhäutiger, arabisch aussehender Typ« Photos machte.

     

    Für einen mildernden Ausgleich im Blick auf das Weltgeschehen – und den Klang der Musik – sorgte hingegen sicher die Tatsache, dass alle drei Musiker seit dem letzten Album Väter wurden. Für diesen Umstand steht vielleicht der Song What a night – oder doch Suki muki ? Heimat des Qualitäts-Labels Crammed Disc, das Give veröffentlicht, ist übrigens BBBrüssel in BBBelgien.

     



     

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