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Freitag, 24. März 2017 | 21:01

Chuck Berry In The 1950s

01.03.2012

Chuck Berry remastered

Elvis Presley und Bill Haley wurden in den fünfziger Jahren zu den bekanntesten Stars des Rock'n'Roll, aber sie waren keineswegs die einzigen. Dass Chuck Berry, zum Beispiel, stets in ihrem Schatten stand, hat, wie auch bei Little Richard, zweifellos damit zu tun, dass er, im Gegensatz zu Presley und Haley, schwarz ist. Sein Rock'n'Roll kommt unüberhörbar vom Blues her, wo bei seinen weißen Kollegen noch Country & Western mitklangen. Chuck Berry war auch ein hervorragender Blues-Gitarrist, wovon man sich anhand der jetzt vorliegenden 3 CDs mit allen seinen Aufnahmen aus den fünfziger Jahren überzeugen kann. Sie sind im Übrigen vorzüglich aufbereitet, klanglich merkt man ihnen das halbe Jahrhundert kaum an, das sie auf dem Buckel haben. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Chuck Berry hat fast alle seine Songs selbst geschrieben, und wenn man sie jetzt  beisammen hat, merkt man sehr schnell, dass viele davon durchaus an seine bekanntesten Titel heranreichen, an Sweet Little Sixteen, Rock And Roll Music, Maybellene, Johnny B. Goode, Roll Over Beethoven oder Memphis Tennessee. Die Bonus Tracks, oft nur eine billige Zugabe von zu Recht niemals zuvor veröffentlichtem Archivmaterial, enthalten hier wirklich ein paar Schätze: zwei Songs von einem gemeinsamen Auftritt mit John Lennon und Interviews, die Chuck Berry als einen besonders intelligenten, sympathischen und bescheidenen Künstler ausweisen. Immer wieder nennt er seine Vorbilder, allen voran den heute vergessenen Johnnie Johnson, erweist er ihnen Reverenz und verzichtet er darauf, für sich den Erfinderstatus zu beanspruchen. »Es gibt nichts Neues unter der Sonne.« Und wenn Michael Jackson seinen berühmten Duck Walk nachgeahmt hat, dann urteilt er auch darüber milde. Auch er selbst habe schließlich andere imitiert.

 

Ein ausführliches Beiheft, das Chuck Berrys Biographie erzählt und zahlreiche Abbildungen enthält, ist der Box beigelegt.

 



 

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