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    TITEL kulturmagazin
    Montag, 26. Juni 2017 | 22:53

    Giovanna Pessi / Susanna Wallumrød: If grief could wait

    12.01.2012

    Purcell meets Cohen

    Schweizer Harfenistin und norwegische Sängerin mit subtilen Arrangements, in deren Zentrum Lieder des englischen Komponisten Henry Purcell stehen. Von TOM ASAM.

     

    Giovanna Pessi hat sich einen Namen als Harfenistin im Bereich der Alten Musik gemacht. Ganz bewusst verzichtete sie bei den Aufnahmen der Stücke zu If grief could wait darauf, eine »perfekte, klassisch geschulte« Stimme zu integrieren. Die Norwegerin Wallumrød ist auch eher aus dem Pop-Kosmos bekannt, eine tolle Stimme hat sie selbstverständlich auch. Bei acht der vertonten Stücke handelt es sich um Werke aus der Feder von Henry Purcell. Der englische Komponist der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts brachte es vom Chorknaben und einer Stelle als Organist in Westminster Abbey bis zum Orpheus britannicus und anerkannten Künstler, der unter anderem Musik für Shakespeare-Stücke schrieb und bis in unsere Zeit Einfluss nimmt. So beriefen sich etwa Pete Townshend (The Who) oder Micheal Nyman (u.a. Filmmusik zu Das Piano) auf ihn.

     

    Pessi hält sich bei ihrer Bearbeitung Purcells nicht strikt an die Gebote historischer Aufführungspraxis, sondern lässt auch Improvisation eine gehörige Rolle spielen und spannt den Bogen von Purcells Tagen geschickt in die Gegenwart. Interessanterweise stehen den Purcell-Stücken zwei Kompositionen von Leonard Cohen (Who by fire, You know who I am), eines von Nick Drake (Which will) sowie zwei Lieder von Susanna Wallumrød gegenüber. Thematisch passen die melancholischen Singer-/Songwriter gut zu den ausgewählten Stücken von Purcell, in denen der Kummer von Hymnen an die Einsamkeit, die Abendstunde oder den Wald eingerahmt wird. Die subtilen und einfallsreichen Arrangements Pessis tragen der Stimmung Rechnung, die die Stücke so unterschiedlicher Herkunft mithilfe von Wallumrøds Stimme zusammenhalten. Bereichert wird der Klang von Pessis Barockharfe durch die Akzente von Jane Achtmanns Gambe und Marco Ambrosinis gekonntem Spiel auf der Nyckelharpa (zu Deutsch auch: Schlüsselfidel oder -geige).

     



     

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