Sofies Krieg der Welten
Rowlands Ansatz erweist sich als gute Idee (auch wenn man in diesem Rahmen gar nicht unbefangen mit diesen Begriffen arbeiten kann – ich bitte also um Nachsicht). Denn anhand von Blockbustern wie Matrix, Terminator, Frankenstein, Star Wars oder Blade Runner werden sowohl anschaulich als auch amüsant philosophische Fragestellungen erörtert und nachvollziehbar gemacht. Dabei lässt Rowlands auch eine subjektive Haltung nicht vermissen, die hier durchaus eine Bereicherung darstellt, denn sie verhindert, dass sich manche Leser von der nüchternen Sachlichkeit einiger Thesen einlullen lassen.
Wer von einer Einführung in die Philosophie erwartet, dass sie auch als Nachschlagewerk funktionieren muss, ist bei Der Leinwandphilosoph allerdings an der falschen Adresse. Rowlands handelt, schön der Reihe nach, Film für Film ab, wobei sich manche Kapitel in einigen Punkten auf vorangegangene Abschnitte beziehen – ein schneller Zugriff auf bestimmte Begriffe oder Sachverhalte ist hier ausgeschlossen.
Auch was den Umfang der behandelten Thesen betrifft, zeigt sich Der Leinwandphilosoph recht eingeschränkt. Insofern eignet sich das Buch lediglich als anschauliche und kurzweilige Ergänzung zu einer umfassenden Enzyklopädie. Wer sich jedoch nur einen einfachen und unterhaltsamen Zugang zur Philosophie erhofft, dem kann Rowlands Veröffentlichung absolut empfohlen werden – unter der Voraussetzung allerdings, dass man die Begeisterung für Science-Fiction-Filme mit dem Autor teilt.