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    TITEL kulturmagazin
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    Frank Schätzing: Nachrichten aus einem unbekannten Universum

    12.05.2006


    Unsere alte Heimat das Meer

    Der Thrillerautor Frank Schätzing liefert diesmal ein humorvolles Sachbuch, das beim Urknall beginnt und bei toten Fischen endet.

     

    Das Universum unter Wasser ist uns fremd geworden. Was wissen wir überhaupt noch von unserer alten Heimat? Das Meer ist mehr als Sandstrand im Sommerurlaub und tiefgekühlte Fischstäbchen. Frank Schätzing hat die Wasserwelt untersucht und geht dabei viereinhalb Milliarden Jahre zurück und 100.000 Jahre in die Zukunft. Er befasst sich nicht nur mit der Tier- und Pflanzenwelt, auch mit Strömungen, Schiffen, Steinen, mit Erde und Mond und vielen anderen Themen rund ums Meer, die ihm gerade so einfallen.

    Wissensvermittlung für die unwissende Masse
    Schätzings Zeitreise durch die Meere ist kein Buch, bei dem man sich langweilt. Und das Beste: Jede und jeder versteht es. Da der Autor kein Wissenschaftler ist, sondern jemand, der sich für das Schreiben seines letzten Thrillers Wissen über das Meer aneignete, verfällt er nicht in unverständliches Fachsimpeln. Er fängt immer bei Null an, wenn er den Leserinnen und Lesern etwas mitteilen möchte, da er selbst vor kurzem bei Null angefangen hat. Und das angesammelte Wissen ist enorm. Frank Schätzing hat sich wirklich gut in das Thema eingearbeitet.

    Ein vielfältiger Autor
    Kein Wunder, dass er als Bellestristik-Autor so erfolgreich ist, wenn seine Thriller auf so gut recherchiertem Boden fußen. Der 1957 geborene Schätzing veröffentlichte 1995 den historischen Roman „Tod und Teufel“ mit einer Auflage von mittlerweile über einer Million Exemplaren. Die beiden Thriller „Lautlos“ (2000) und „Der Schwarm“ (2004) waren ebenso auf den Bestsellerlisten. Diesmal wagt sich der Kölner Schätzing auf das Gebiet des Sachbuchs.

    Hauptsache witzig
    Die Sprache muss man mögen. Schätzing schreibt eingängig, salopp, manchmal ziemlich cool. Das Kapitel über Wale heißt zum Beispiel„Die Typen mit der großen Klappe“ und hinter der Überschrift „Das Imperium der Armleuchter“ verstecken sich Informationen über die Lichtverhältnisse im Meer.
    Geschrieben wird für ein breites Publikum, das ernste Abhandlungen langweilig findet. Noch eine kurze Textprobe zur Illustration des Stils:
    „Donnerkeil!, muss eines Tages ein Paläontologe ausgerufen haben, als er auf den versteinerten Überrest eines Belemniten stieß. Seither heißen die Skelettreste der Belemniten im Paläontologen-Jargon Donnerkeile. Zur Erinnerung, Belemniten sind Kopffüßer, Vorläufer moderner Tintenfische, ebenso wie wie Ammoniten. Der Unterschied ist folgender: Ammoniten hatten reichlich Arme und alle einen Bausparvertrag. Den ließen sie sich auszahlen, woraufhin sie hübsche Eigenheime bauten, Kalkgehäuse, die nach Art der Schneckenhäuser aufgerollt und meist von großem dekorativen Wert waren.“

    Kein Beiwerk
    Viele begeisterte Leserinnen und Leser von Schätzings Bestseller „Der Schwarm“ werden sich jetzt unbedingt dieses Buch kaufen wollen, um mehr über den Hintergrund zu erfahren. Doch die „Zeitreise durch ein unbekanntes Universum“ ist kein Beiwerk, keine Sekundärliteratur, kein Begleitbuch. Es ist ein eigenständiges Sachbuch.
    Alle die sich auf den ganz eigenen Stil des Buches einlassen, werden von der Begeisterung mitgerissen werden, die der Sporttaucher Frank Schätzing für das Meer hat!

    Maria-Bernadette Ehrenhuber


    Frank Schätzing: Nachrichten aus einem unbekannten Universum. Eine Zeitreise durch die Meere
    Kiepenheuer & Witsch 2006
    Gebunden, 528 Seiten, 19.90 ¤
    ISBN: 3-462-03690-4

    TITEL ist umgezogen!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!


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