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    TITEL kulturmagazin
    Mittwoch, 26. April 2017 | 17:49

     

    Klaus Amann, Heinz Lunzer, Ursula Seeber (Hg.) : ungefragt

    12.05.2006

    Vorlaut
    Beim jährlichen Symposium der Erich Fried Gesellschaft ging es 2005 um ein Thema, das, in der Tat, so eng mit den Namensgeber zu tun hat wie kaum eins: um Literatur und Politik. Aus Anlass und im Windschatten dieses Symposiums hat die Erich Fried Gesellschaft zusammen mit der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Czernin Verlag ein Buch mit dem verräterischen Titel ungefragt herausgebracht.

     

    Es mag nachvollziehbare Argumente dafür geben, dass die Oper eine unzeitgemäße Kunstform sei. Aber man wird wohl kaum eine Richard-Wagner-Gesellschaft gründen, um diese Argumente zu propagieren. Lässt sich eine Berta-von-Suttner-Gesellschaft denken, die den Pazifismus für obsolet erklärt, oder eine Noam-Chomsky-Gesellschaft, die die Politik des Weißen Hauses und des Pentagons verteidigt? Eine Erich Fried Gesellschaft aber gibt es, die das Ende der politischen Dichtung proklamiert und die Politik Israels gegenüber den Palästinensern rechtfertigt.

    Beim jährlichen Symposium der Erich Fried Gesellschaft ging es 2005 um ein Thema, das, in der Tat, so eng mit den Namensgeber zu tun hat wie kaum eins: um Literatur und Politik, um die (scheinbar überholte) Konzeption einer „engagierten Literatur“ und um die aktuelle Bedeutung und Funktion von politischer Lyrik. Aus Anlass und im Windschatten dieses Symposiums hat die Erich Fried Gesellschaft zusammen mit der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Czernin Verlag ein Buch mit dem verräterischen Titel ungefragt herausgebracht. Kurioses gibt es da zu lesen. Als „Ausrutscher“ der Gattung „politisches Lied“ qualifiziert das langjährige Präsidiumsmitglied der Erich Fried Gesellschaft Alexander von Bormann pauschal „Kampflied und Agitprop“. Brechts Einheitsfrontlied, sein Solidaritätslied – Ausrutscher? We shall overcome und die Carmagnole – Ausrutscher? Der Agitprop Majakovskijs, Langston Hughes’, Erich Weinerts, Jura Soyfers oder auch des aktuellen Trägers des Erich Fried Preises Yaak Karsunke – Ausrutscher? Im gleichen Satz verknüpft von Bormann „Nazi- und KP-Lyrik“. Wer Erich Fried gekannt hat, weiß, wie er auf diese Wiederbelebung der Totalitarismustheorie reagiert hätte. Auch in den Phasen der schärfsten Kritik an den Kommunistischen Parteien wäre er niemals auf die Idee gekommen, diese mit den Nazis oder Johannes R. Becher mit Hanns Johst in einem Atem zu nennen. Über solche Unbekümmertheit können sich die Geschichtsrevisionisten, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihre Duftmarken setzen, nur freuen. Aber wie kommt Erich Fried dazu, seinen Namen dafür hergeben zu müssen?
    Wenn Yaak Karsunke fordert, politisch interessierte Schriftsteller sollten ihr Engagement am besten in literarischen Arbeiten entfalten, „die nicht mehr mit der Selbstgewissheit des Agitprop den Gegner verteufeln und die eigene Sache schönfärben“ – denkt er da an Elfriede Jelinek, die im gleichen Band den Franzosen, die eine europäische Verfassung mehrheitlich abgelehnt haben, hochmütig vorwirft, sie wüssten „ja gar nicht, worüber sie abgestimmt haben“, und ihnen „rechten Chauvinismus“ und „öde Klassenkampfparolen“ zuschreibt. Was, wenn nicht dies, wäre die selbstgewisse Verteufelung eines (vermeintlichen) Gegners? Auch entdecke ich bei meiner täglichen Lektüre kaum noch jene Autoren, von denen Karsunke versichert, sie würden „durch besonders originelle oder provokante politische Stellungnahmen genau jene Bedeutung bzw. Beachtung zu gewinnen versuchen, die sie mit ihrer künstlerischen Arbeit schon seit längerem nicht mehr erringen konnten.“ Wolf Biermann kann er nicht meinen, denn er ortet die Inkriminierten bei der politischen Linken.
    Von solch eifernder Absage an jene Werte, für die an prominentester Stelle gerade Erich Fried stand, von solcher plumper Andienerei an den Zeitgeist, wie sie von Bormann vormacht, hebt sich der nüchterne Ton des Beitrags von Klaus Amann angenehm ab, der die Rede Robert Musils beim „Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur“ 1935 in Paris – durchaus mit erkennbarer Sympathie für dessen Standpunkt – analysiert. Hier wird eine Position vorgeführt, die zwar mit jener Erich Frieds auch nicht vereinbar, aber letzten Endes von der gleichen Sorge getragen und in ihrer Argumentation nachvollziehbar erscheint. Es ist eben ein Unterschied, ob man der politischen Wirkungsmöglichkeit von Literatur mit Skepsis oder mit Hohn begegnet.
    Zwei Drittel des Buchs nehmen zum Teil vor zwei, drei Jahrzehnten entstandene literarische und essayistische Texte ein, deren Auswahl sich offenbar mehr dem Zufall als einer Konzeption verdankt und der Tatsache, dass die Formel Über Literatur und Politik in ihrer Allgemeinheit zur Beliebigkeit einlädt. Stellt der Zwischentitel 1955 – 1968 – 1989 – und noch einen Zusammenhang zu einem berühmten Gedichtband Erich Frieds her, so ist der (Ost-)Europaschwerpunkt in diesem Kontext ebenso austauschbar wie unrepräsentativ.
    Um jene Transparenz zu gewährleisten, die wir uns von anderen so häufig vergeblich erhoffen, sei berichtet, dass zwischen der Erich Fried Gesellschaft und mir ein Konflikt besteht – wenn man denn ein kommunikationsloses Verhältnis so nennen mag. Obwohl ich mehrfach über Erich Fried publiziert hatte – sein Nachlassverwalter Volker Kaukoreit ist darüber immerhin so gut informiert, dass er mich dringend aufforderte, die von ihm besorgte Ausgabe von Frieds Werken zu rezensieren – und ich mit Erich Fried seit vielen Jahren eng befreundet war, wurde ich von der Erich Fried Gesellschaft niemals zu ihren Tagungen eingeladen und habe mich auch meinerseits nie um eine Mitgliedschaft bemüht. Als aber dann Rolf Schwendter, Mitglied des Präsidiums und jahrelang Präsident der Gesellschaft, meine Mitgliedschaft beantragte, wurde diese vom Präsidium mehrheitlich abgelehnt. Diesem Präsidium gehören unter anderem Klaus Amann, Robert Schindel, Elfriede Gerstl, Josef Haslinger, Elfriede Jelinek, Friederike Mayröcker, Robert Menasse, Doron Rabinovici, Christa Wolf, Elisabeth Borchers, Alexander von Bormann, Walter und Inge Jens, Gila Lustiger und der erwähnte Volker Kaukoreit an.
    Der Grund für die Ablehnung war, wie ich naturgemäß, will sagen: nach österreichischer Gepflogenheit, nur hinten herum erfuhr, war eine Fußnote in einem im Jahre 2002 veröffentlichten Aufsatz. Sie lautet wie folgt:
    „Ende der achtziger Jahre wurde in Wien eine Erich-Fried-Gesellschaft gegründet, deren Ziel es zu sein scheint, mit dem Namen des ein Jahr davor Verstorbenen Schindluder zu treiben. Zunächst diente der Verein einem stadtbekannten windigen Kerl dazu, öffentliche Gelder zu veruntreuen. Dann finanzierte er einem Kreis, in dem viele eher miteinander als mit Erich Fried, wie man in Wien sagt, ‚verbandelt’ waren und weder durch persönliche Beziehungen, noch durch Veröffentlichungen als kompetent in Sachen Fried ausgewiesen sind, alljährlich einen vergnüglichen Wiener Aufenthalt und Gelegenheit zur Selbstdarstellung zwischen kalten Büffets. Im Jahr 2001 fand wieder ein Symposium dieser Gesellschaft statt, das sich von der FAZ mit großer Verspätung den Titel ‚All right, what's left’ lieh. Und wieder wurde mit Erich Frieds Namen Missbrauch getrieben. Schon im Vorfeld hatte der Historiker und Schriftsteller Doron Rabinovici Fried in einem Aufsatz wegen seiner Kritik an Israel Antisemitismus vorgeworfen. Auf der Tagung selbst ritt der Frankfurter Arno Lustiger, den mit Fried soviel verbindet wie Metternich mit Nestroy oder George W. Bush mit Norman Mailer, eine wütende Attacke gegen den engagierten Moralisten. Und wieder einmal durfte das dumme, denunziatorische, erpresserische Wort vom ‚jüdischen Selbsthass’ nicht fehlen. Abgesehen davon, dass ein europäischer Jude für Israel nicht verantwortlicher ist als ein Afroamerikaner für Somalia: Wer spräche jemals vom ‚deutschen Selbsthass’ der Widerstandskämpfer gegen Hitler oder jener Deutschen, die in der amerikanischen, britischen oder sowjetischen Armee gegen die Wehrmacht kämpften? Wer spräche, ohne sich unter anständigen Menschen verdächtig zu machen, vom ‚amerikanischen Selbsthass’ jener Amerikaner, die gegen den Vietnamkrieg protestierten? Nur Juden, die gegen Israels Politik argumentieren, sollen in die Pflicht genommen oder eines Selbsthasses beschuldigt werden? Ein Lustiger, der auf einem Erich-Fried-Symposium gegen den angeblichen ‚jüdischen Selbsthass’ des Namensgebers geifert, gleicht einem Dichter, der bei der Annahme des Büchnerpreises den Hütten den Krieg erklärt und den Palästen den Frieden anbietet. Solche Juden erfreuen sich der Zustimmung der Antisemiten. Denn das Verbot der Kritik an Israel ist eine Voraussetzung für das gute Gewissen, mit dem man sich die Juden im eigenen Land bis heute vom Leibe hält. Die Vertreibung und Ermordung der Juden, der Verzicht auf Heimholung und die fortgesetzte Ausgrenzung nach 1945 bedeutete ja die Beseitigung einer lästigen Konkurrenz durch das provinzielle Mittelmaß, einer Konkurrenz, die wiederum als Folge des traditionellen Antisemitismus eine besondere Kreativität entwickelt hatte. Wer als Jude reüssieren will, muss doppelt soviel leisten wie die anderen, und auch das nützt in Österreich nur selten. Die Gemeinheit setzt sich auch darüber amüsiert hinweg. Anderswo mögen, nach einer beliebten Formel, die Türken, die Palästinenser, die Homosexuellen ‚die Juden von heute’ sein. In Österreich sind die Juden die Juden von heute. Und die Gemeinheit von heute ist dieselbe Gemeinheit, die Bernhardi und Schnitzler vor einem Jahrhundert rätselhaft geblieben war. Ein Jude in Österreich gleicht jenem Esel, der einer Karotte hinterherläuft, die man ihm buchstäblich auf die Nase gebunden hat, oder jenen politischen Gefangenen in Punishment Park von Peter Watkins, denen man als Gewinn für einen Wettlauf durch die Wüste den Freispruch verheißt, und die am Ziel erkennen müssen, dass sie in Wahrheit nie eine Chance hatten. Und die schlauen Österreicher - ätsch, einegfahrn! - haben ihren Spaß dabei. Also: Jelusich statt Reinhardt, Karajan statt Bruno Walter und Otto Klemperer, Gottfried von Einem statt Schönberg und Eisler, Waggerl statt Canetti, Heintel statt Popper, Hans Sedlmayr und Karl Maria Swoboda statt Gombrich, Wilhelm von Marinelli statt Feigl und Chargaff, Rohracher statt Karl und Charlotte Bühler, Jahoda und Lazarsfeld, Dalma statt Troller, Antel statt Billy Wilder. Die von den Nationalsozialisten eingeleitete ‚Arisierung’ in allen öffentlichen Bereichen wurde in Österreichs zweiter Republik eher fortgesetzt als ‚wiedergutgemacht’, und die zynischsten Profiteure dieser Politik zeichnen sich dadurch aus, dass sie als Experten für das Verhältnis von Nazitätern und -opfern vor und nach 1945 auftreten, vergleichbar einem Mann, der eine Frau aus einer leitenden Stellung verdrängt, um von dort aus die Frauenförderung zu propagieren. Reale Juden stehen nur im Wege, wo man sie sich dreist zum Thema macht. In Österreich hat ein Jude allenfalls eine Chance als Alibi für den ubiquitären Antisemitismus. In der Nachkriegspolitik haben zwei Juden Karriere gemacht. Der eine, Peter Sichrovsky, dient der FPÖ als Kronzeuge gegen den Verdacht des Antisemitismus. Der andere, Bruno Kreisky, diente als Bürge für die Regierungsfähigkeit dieser Partei mit einem ehemaligen SS-Mann an der Spitze. In diesem Kontext fällt Israel eine besondere Rolle zu. Mögen doch die Palästinenser ausbaden, was Österreicher verbrochen haben. Sie sind die Opfer der Opfer Eichmanns, also auch Eichmanns Opfer. Die Ereignisse der vergangenen Jahre und Monate haben Erich Frieds Höre Israel! tausendfach bestätigt und seine Kritiker widerlegt. Was Milo¨evic nicht vor Den Haag bewahrte – dass auch sein Volk zum Opfer des Nationalsozialismus wurde –, schützt Sharon. Das kommt: es gibt keine österreichischen Serben, deren fortgesetzte Exilierung einer scheinbaren Rechtfertigung bedürfte. Wer die Juden hasst, tut gut daran, eine unerträgliche Politik zu verteidigen, die Israel über kurz oder lang der internationalen Ächtung aussetzen wird. Mehr noch, und mit aller gebotenen Deutlichkeit: Wer es hinnimmt oder gar billigt, dass ein Polizist ungestraft einen schwer verletzten Selbstmordattentäter erschießt, soll öffentlich bekennen, dass er Todesstrafe und Lynchjustiz befürwortet. Solange kein Protest der Erich-Fried-Gesellschaft gegen solche Vorgänge zu hören ist, solange sie sich nicht von der Vorgabe eines Rabinovici und eines Lustiger in dieser Frage distanziert, müssen wir davon ausgehen, dass sie, im krassen Gegensatz zu Erich Fried, mit dessen Namen sie sich schmückt und den sie damit schändet, genau dies rechtfertigt: Todesstrafe und Lynchjustiz.“
    Das Präsidium der Erich Fried Gesellschaft hat gar nicht erst den Versuch gemacht, meine seit ihrer Veröffentlichung nur in unwesentlichen Details von der Geschichte überholten Behauptungen zu widerlegen. Im Gegenteil: einzelne Präsidiumsmitglieder gaben mir in der Sache ausdrücklich Recht. Aber wer unbequeme Wahrheiten ausspricht, darf nicht in den Verein. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine Literaturgesellschaft, die nicht unbeträchtliche staatliche Subventionen erhält, benimmt sich wie ein Privatclub, der beschließt, wen er aufnimmt und wen nicht. Leute, von denen einige mit Erich Fried soviel zu tun haben wie Österreichs Bundeskanzler mit Karl Marx, lehnen den Antrag ihres Expräsidenten ab, jemanden reinzulassen, den zwar mit Fried persönlich und als Publizist einiges verbindet, der sich aber in ihren Augen schlecht benommen hat. Ich kann das schon verschmerzen, zumal ich, wie gesagt, niemals vereinsmeierische Ambitionen hatte. Aber über das Profil der Erich Fried Gesellschaft sagt der Vorfall doch einiges aus. Das sei hier für die Nachwelt festgehalten.

    Thomas Rothschild


    Klaus Amann, Heinz Lunzer, Ursula Seeber (Hg.): ungefragt. Über Literatur und Politik. Im Auftrag der Internationalen Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache. Czernin, 2006. Broschur. 232 S. ¤ 16,00. ISBN 3-7076-0079-3.

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