• losttorrent
  • richtorrent
  • pushtorrent
  • Titel-Magazin
    TITEL kulturmagazin
    Samstag, 24. Juni 2017 | 14:12

    John Cage: Die Kunst das Zufalls und der Stille

    18.07.2012

    Multitalent der Künste

    Im September wäre John Cage (1912-1992) 100 Jahre alt geworden. Das Salzburger Museum der Moderne präsentiert jetzt im Mönchsberg die Ausstellung John Cage und .... Sie zeigt, wer Cage prägte, wen Cage prägte und wie zentral Zufall und Stille im Schaffen von John Cage waren. Von JÖRG ESCHENFELDER

     

    Die Ausstellung John Cage und ... (Kuratoren: Toni Stoos, Tina Teufel, Wulf Herzogenrath) wurde zusammen mit der Berliner Akademie der Künste konzipiert. Sie nimmt die gesamte Ausstellungsfläche des Museums der Moderne ein und widmet sich vor allem zwei Themenkreisen: Cages Einbindung in die Kunstwelt sowie den Elementen Zufall und Stille in Cages Kunst und deren Rezeption.

    John Cage probierte neue Wege, setzte in seiner Musik auf überlange Pausen und Momente der Stille. Er machte die Umgebungsgeräusche zu integralen, einmaligen und nicht vorherbestimmbaren Teilen seiner Kompositionen. Er ermöglichte neue Hörerfahrungen und wies den Weg zu multimedialen Installationen sowie zur Happening- und Performancekunst.

     

    Bei John Cage und ... sind medien- und klangkünstlerische Werke genauso wie Arbeiten auf Papier und Partituren von John Cage seit den 1930er Jahren zu sehen und hören. Ergänzt wird dies mit Arbeiten seiner Anreger und Freunde – Marcel Duchamp, Richard Buckminster Fuller, Morris Graves, Nam June Paik, Robert Rauschenberg, Mark Tobey und vieler anderer mehr. Die Ausstellung stellt kulturelle Wechselbeziehungen neu zur Diskussion, unter anderem das Verhältnis zu Asien, Zen und White Writing (Mark Tobey), zur europäischen Kunst und Synästhesie sowie zu Happening, Fluxus, Zero und zur Conceptual Art.

     

    Ferner sind Installationen zu sehen und zu begehen, die direkt auf das Schaffen von Cage Bezug nehmen oder ihm gewidmet sind: Bruce Naumans Mapping the Studio I (Fat Chance John Cage), 2001; Tyler Adams Multi-Screen Projektion Performing Silence, 2009; Christian Marclays Solo, 2008; und Christina Kubischs für Salzburg adaptierte Installation Silent Exercises von 2011.

     

    Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden John Cages Untersuchungen zur Stille und zum Zufall. So präsentiert das Salzburger Museum der Moderne eine eigene Fassung von Cages Museumcircles, das willkürliche Exponate aus verschiedenen Salzburger Sammlungen und Museen präsentiert und – frei von tradierten Einordnungen – neue Beziehungen und Interpretationen ermöglicht – je nach der zufälligen Anordnung, die einmal wöchentlich wechselt.

    Auf einer eigenen Ausstellungsebene beschäftigt sich die Ausstellung schließlich auch mit der engen persönlichen wie professionellen Beziehung von John Cage zu dem Tänzer und Choreografen Merce Cunningham (1919-2009) und einer Auswahl an Kooperationen mit diesem. 

     

    | kommentar schreiben

    Name:
    Kommentar:

    Wer will fleißige Handwerker sehn

    Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

    Petraeus und sein Stab

    Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

    Die böse Schlange
    und das weiße Kaninchen

    In diesem Land stimmt etwas nicht. Der Feminismus nämlich. Schwach steht er da, der Wind pfeift durch die Löcher seines theoretischen Unterbaus. Ähnlich steht es mit den Frauen. ...

    Vom großen Lama aus der Regent`s Park Road

    Tristram Hunt widmet dem Schatten von Karl Marx, der selbst ernannten »zweiten Violine« des Marxismus, dem Industriellenerben Friedrich Engels eine ...

    Die Geschichte geht weiter

    Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

    Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

    Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

    NJ Institut for sundhed og senior services køb cialis online sundhedspleje forsikringsudgifter