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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 25. Juni 2017 | 12:35

     

    Bettina Dahse: Romy - Ich hätte Ihnen so gern noch was gesagt

    21.02.2004

     

    Romy und keine Ende

    Diese biographische Hommage ist vor allem jenen Fans zu empfehlen, die sich noch nicht mit den anderen Darstellungen über den deutsch-österreichischen Filmstar eingedeckt haben. Hier steht fast alles drin über ihr Leben und ihre Filme. Mehr kann und muss man nicht wissen.

     

    Vor zwanzig Jahren ist Romy Schneider in Paris gestorben, aber das Interesse - zumindest der Medien - an ihr, scheint kaum abgenommen zu haben. Nachdem schon Deutschlands Oberfeministin Alice Schwarzer, der ehemalige Stern-Redakteur Michael Jürgs und einige andere sich des einstigen Idols der Deutschen und der Franzosen angenommen haben, erscheint nun eines neues Romy-Buch, das zumindest, was Seitenzahl und Gewicht angeht, die anderen Bücher zum Thema übertrifft.

    Die Autorin Bettina Dahse hatte Zugang zum Privatarchiv von Romys Mutter Magda Schneider und kann demzufolge mit einer Fülle unveröffentlichter Fotos und Briefe aufwarten. Wesentlich neue Aspekte zur Persönlichkeit und zum Schicksal von Romy Schneider kann sie allerdings nicht vermitteln, sieht man einmal davon ab, dass sie vehement Magda Schneider vor dem immer wieder aufgewärmten Vorwurf, eine Rabenmutter gewesen zu sein, in Schutz nimmt. Als Fleißarbeit und Versuch einer komplexen Persönlichkeit gerecht zu werden hat das reichbebilderte Buch seine Qualitäten, die vor allem auf den ersten hundert Seiten liegen. Da gibt es herzerwärmende Fotos der jungen Magda Schneider, die ihrer Tochter verblüffend ähnlich sieht, und von Romy als Kind, die bis dahin noch nicht zu sehen waren, und ein paar erhellende Einblicke in das außergewöhnliche Mutter-Tochter-Verhältnis, das auch dadurch geprägt wurde, dass der Schauspieler-Papa Wolf Albach-Retty bald wieder seine eigene Wege ging und Magda Schneider notgedrungen ihren Tochter und deren jüngeren Bruder weitgehend allein ernähren musste.

    Der Neuigkeitswert des Buches nimmt ab, je weiter die Autorin der Karriere von Romy Schneider folgt, von dem zwiespältigen Triumphen als Kaiserin Sissy bis zu den Charakterrollen in den Filmen von Claude Sautet, die sie zum französischen Publikumsliebling werden ließen. Das und ihr bewegtes Privatleben als Star ist alles schon hundertmal mehr oder weniger überzeugend abgehandelt worden. Diese biographische Hommage ist vor allem jenen Fans zu empfehlen, die sich noch nicht mit den anderen Darstellungen über den deutsch-österreichischen Filmstar eingedeckt haben. Hier steht fast alles drin über ihr Leben und ihre Filme. Mehr kann und muss man nicht wissen.

    Von Peter Kohl


    Bettina Dahse: Romy - Ich hätte Ihnen so gern noch was gesagt (Eine biographische Hommage)
    Hoffmann & Campe 2002. Gebunden. 400 Seiten. 34,90 Euro
    ISBN 3-455-09354-X

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