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    Samstag, 24. Juni 2017 | 07:14

    George Steiner: Meine ungeschriebenen Bücher

    29.11.2007

    "Womit ich nicht fertig (geworden) bin"

    Der 78jährige Literatur- & Geisteswissenschaftler George Steiner hat eine Sammlung von 7 Essays veröffentlicht, in denen er seine “Ungeschriebenen Bücher” doch noch, wenigstens als Skizzen, geschrieben hat: ein großes intellektuelles Vergnügen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

     

    “Dass du nicht enden kannst, das macht dich groß”: so könnte man mit Goethes (an Hafis gerichteten) Worten auch zu dem 1929 in Paris geborenen George Steiner sagen, wenn es einem das vertrauliche Du nicht verböte und ebenso aber auch das Bewusstsein, dass der 77jährige Gelehrte und Schriftsteller, der Schüler & Leser auf allen Kontinenten hat, längst eine allseits bewunderte einsame Größe universaler Kenntnis, Bildung und Neugier ist, die auch nach dem Ende ihrer vielseitigen Lehrtätigkeiten an Schulen und Universitäten, unter denen die von Genf, Oxford & Cambridge nur die bekanntesten waren, nicht aufhört, ihre Leser immer aufs Neue mit Büchern zu überraschen, die kaum eine Spur vom Nachlassen ihrer intellektuellen Spannkraft und literarischen Brillanz aufweisen, ja sogar von mal zu mal intimer & persönlicher werden - seit Steiners autobiografischen “Errata” (1999), denen er 2004 “Der Meister und seine Schüler”, die Summa seiner akademischen Lehrtätigkeit, und nun den siebenteiligen Essay “Meine ungeschriebenen Bücher” folgen ließ.

    So ernst ist das mit den “ungeschriebenen” Büchern nicht zu nehmen (weil er sie ausreichend skizziert); eher handelt es sich hier um persönliche Erinnerungen, Betrachtungen und Reflexionen nach dem Motto: “Was ich noch (einmal) sagen wollte” oder: “Was mir zu sagen auf dem Herzen liegt“. Letzteres vor allem zu Fragen der Bildung.

    Der “vielleicht einzige wandernde Gelehrte“, der “in vier Sprachen Vorträge gehalten, unterrichtet und publiziert hat”, wie ihm Umberto Eco “mit freundschaftlichem Knurren eingeräumt” habe, glaubt die klassische Bildung in den unterschiedlichen Bildungssystemen des “Abendlands” in Erosion begriffen. Die komplexe Einheit der humanistischen Bildung, der “gemeinsame Bezugscode der Wissenden” ist längst dahin, weil “die Geisteswissenschaften und Künste” (Steiners Domänen) rückwärtsgewandte “Virtuositäten der Dämmerung und Erinnerung” sind, die von einzelnen betrieben werden, während die nach vorne, in die Zukunft blickenden theoretischen und praktischen Naturwissenschaften, die seit dem 19. Jahrhundert die Geisteswissenschaften in den Schatten gestellt haben, als Teamwork folgenreich die menschliche Gesellschaft in allen Bereichen revolutioniert haben.

    “Anarchische Unschicklichkeiten” eines Komparatisten

    Für eine “dritte Kultur”, die George Steiner durch die “elektronische, computerisierte Revolution” an der Tagesordnung sieht, fordert er eine anti-egalitaristische Rangordnung des intellektuellen Verdienstes, mit der sich “echte Exzellenz vom wuchernden Wachstum parasitischer Formen unterscheiden lässt”; und eine neue Bildung, die mathematisch, musikalisch, architektonisch und biogenetisch substantiell sein soll, weil nur durch diese Kombination ”die Sensibilität sowohl für die unmittelbarsten Herausforderungen als auch für die äußersten Bezirke des Denkens” geöffnet werde.

    Das seien “anarchische Unschicklichkeiten”, bekennt der Komparatist freimütig, obwohl er seine Optionen durchaus einleuchtend begründet; aber um seine Thesen durch eine systematische, vergleichende Untersuchung zu überprüfen, wäre Teamwork unentbehrlich, zu dem George Steiner jedoch nicht taugt - ganz anders als Joseph Needham, der für seine 30 (!)bändige “Wissenschaftsgeschichte Chinas” zahlreiche Kollegen & Schüler heran- & aufgezogen hat und mit seiner eigenen Bibliographie von 300 Titeln für Steiner seit Leibnitz der Mann mit der größten Gelehrsamkeit und weit gespanntesten Zielsetzungen seines umfassenden Geistes war.

    Ihm, dem britischen Marxisten, Sinologen, Biologen, Chemiker und Orientalisten (1900/1995), widmet Steiner seinen ersten Essay (“Chinoiserie”). Als junger Mann wollte er über das Faszinosum dieses Gelehrten eine Monographie schreiben. Dazu kam es nicht. Zum einen, weil er im Vorfeld die höchstpersönliche Erfahrung machen mußte, “wie leicht ich für Erbärmlichkeit anfällig werden konnte” (nämlich durch seinen Mangel an öffentlicher Zivilcourage), als auch, im Gespräch mit dem Gelehrten dessen persönliche Eitelkeit und Verlogenheit erkannte, die das Buch-Projekt zum Scheitern brachte. Nicht aber die Hochachtung vor dem ebenso subtilen wie weitreichenden Intellekt und der “kaleidoskopischen persona“ des synkretistischen Enthusiasten eines “kooperativen Weltcommonwealth” des Wissens. Dessen Porträt und geistige Physiognomie entwirft er in seinem Essay. Needhams Bewunderung für die Chinesische Kultur, die so viele Entdeckungen und Erfindungen lange vor den Europäern gemacht hat, verharrt immer wieder staunend vor dem Phänomen, dass dieses frühe Wissen für die Chinesische Gesellschaft folgenlos blieb und erst im späteren abendländischen Denken, das von der “rezeptiven Passivität” der chinesischen Naturbeobachtung zur aktiven Rolle von Vernunft und Logik überging, die moderne Naturwissenschaft schuf.

    Die “Recherche du temps perdu” eines Sinologen

    Aber der “Vergleichende Literaturwissenschaftler”, der George Steiner ist, würde als bloßer Bewunderer eines ingeniösen Kollegen unter seinem spekulativen Niveau bleiben, wenn er aus Werk & Person Needhams nicht noch etwas Originelles herauslesen würde: nämlich eine wissensliterarische Parallelaktion zu Prousts literarischem Monument individueller Erinnerung. Steiner betrachtet Needhams “Wissenschaft und Zivilisation in China” mit den Augen des Proust-Kenners und sieht den gleichen, zumindest verwandten Impuls, von der “Heiligkeit des winzigen Details” (William Blake) bis zur “harmonischen Proportionalität” und Symmetrie des erforschten Stoffs bei Needham am titanischen Werk seiner “Recherchen“. Steiner rechnet, ungeachtet der Triftigkeit und Zweifelhaftigkeit von Needhams allumfassender Sensibilität, Needhams gigantisches Oeuvre also einer barocken Mischform zu, in der sich “detaillierte Gelehrsamkeit, geheimnisvolles Wissen, esoterische Zitate” mit einer “nahezu anarchistischen Phantasieentfaltung” verbindet, wobei “ die Pedanterie Amok läuft”. Dieses Genre der Wissenschaftsprosa als Universal-Poesie reicht für Steiner von Burtons ausufernden “Anatomie der Melancholie” bis zu Nabokovs wahnwitzig annotierter Übersetzung von Puschkins “Eugen o­negin” und Borges´ “denkwürdigen Fiktionen”, die sich als Fakten ausgeben.

    Auch der zweite Essay bleibt im zweifachen Sinne innerhalb des akademischen Raums: zum einen, weil Steiner sich einer ebenso geheimnisvollen wie esoterischen Figur des italienischen Mittelalters und zugleich dem Phänomen der “invidia”, nämlich des Neides (speziell in den akademischen und künstlerischen Kreisen) widmet. Der Dante-Zeitgenosse Cecco d´Ascoli, der in Florenz Anfang des 14. Jahrhunderts von der Inquisition verbrannt und dessen naturwissenschaftliches, astrologisches und literarisches Werk weitgehend vernichtet wurde, lebt einerseits als Vorläufer Giordano Brunos und Galileis, andererseits als neidischer Konkurrent Dantes fort - obwohl beides eher zweifelhaft ist.

    “Wie fühlt es sich an, ein epischer Dichter mit philosophischen Ambitionen zu sein, wenn Dante sozusagen in der Nachbarschaft wohnt?”, fragt Steiner, um gleich darauf die Anekdote zu erzählen, dass vor seiner Tür im Institute for Advanced Studies J. Robert Oppenheimer einem jungen Physiker die paradoxe Verachtung entgegenschleuderte: “Sie sind so jung, und Sie haben schon so wenig gemacht!” Danach setzt Steiner zu einer tour d´horizon des Neids, der Rivalität und der Eifersucht an, die von Gott & Hiobs Welt bis zu Jaspers und Heidegger & Adorno reicht, aber besonders heikel ist, weil er sich selbst als Objekt des Neids und diskreter auch als neidisches Subjekt betrachtet. Am Ende behauptet er, das Buch über den "Neider" Cecco d´ Ascoli nicht geschrieben zu haben, weil die Untersuchung ihm “zu tief unter die Haut” gegangen wäre. Eine “ehrliche Haut“?

    Coitus Interruptus eines Grammatikers

    Weniger zurückhaltend ist Steiner jedoch im verwegensten, brisantesten, aber auch eitelsten und bizarrsten seiner Essays, in dem ihm “Die Zungen des Eros” zum Ausplaudern & Reflektieren verführten. Nicht nur beginnt die Eule der Minerva in der Dämmerung ihren Flug, auch die Nachtigall der Aphrodite hebt offensichtlich erst so richtig in der Dämmerung des Alters zu singen an. Dabei gewinnt man den Eindruck, dass der siebenundsiebzigjährige Steiner - rund zehn Jahre älter als der fünfundsechzigjährige Giacomo Casanova, der in diesem Alter mit der Niederschrift seiner Memoiren begann - es darauf anlegt, mit dem subtilsten Komparatisten der erotischen Verführung in einen edlen literarischen Wettstreit zu treten: “Ich hatte das Privileg gehabt, in vier Sprachen Liebe zu sprechen und zu machen” - das hätte ja auch Casanova erinnernd von sich sagen können.

    “Die Zungen des Eros” sind eine hoch-ironische vergleichende Untersuchung über die Sprachen der sexuellen Extase, die George Steiner an sich und seinen Liebesakten mit europäischen Frauen hier unternimmt, deren Namen er, wie Casanova, durch Initialien verschlüsselt. Es gibt schließlich nicht nur ein Tertium Comparationis zwischen dem Abenteurer des 18. und dem Geisteswissenschaftler des 20. Jahrhunderts, sondern einige: beide sind mehrsprachig und viel in der europäischen Welt herumgekommen und wahrscheinlich ist zudem Casanova, trotz einiger Antisemitismen in seinen “Memoiren“, auch Jude gewesen.

    Da die Sprache de facto das erotische Zentrum von Steiners geistiger Existenz und seiner vergleichenden, “übersetzerischen” Tätigkeit ist und Sprache für ihn der qualitative Sprung vom Tier zum Menschen bedeutet, liegt es in der Logik seiner persönlichen Revue der ersten und letzten Dinge (so könnte man seine “Ungeschriebenen Bücher” auch nennen), dass er, wie er es Needham respektvoll nachsagt, seine “Pedanterie Amok laufen lässt” und im Galopp sein hobby-horse reitet, wenn er sich diesem “oralen Sex im elementaren Sinne” widmet und Streifzüge in der “Terra incognita” des “semantischen Donjuanismus” unternimmt.

    Zumindest hat wohl noch keiner z.B. solche Fragen stellt: “Nach welchen Anregungen und Klängen masturbiert ein Taubstummer? Wie unterscheiden sich Liebesakte auf baskisch oder russisch von solchen auf flämisch oder koreanisch? Wie bereichend könnte es sein, wenn man Alpträume oder feuchte Träume auf albanisch hätte?” Und noch keiner hatte vor George Steiner “allen Grund zur Annahme” gehabt, “dass es einen ‚Donjuanismus’ des Polyglotten, ein Eros des Vielsprachigen gibt und dass sich die Liebe und die Wollust des Polyglotten von der des Einsprachigen unterscheidet, der, wie die suggestive Wendung lautet, einer einzigen Sprache treu bleibt”. Ist etwa, fragt Steiner, “der Koitus auch, und vielleicht im Grunde, eine Übersetzung?”

    Bizarre Komik einer polyglotten Erotik

    Sind aber, fragt man sich vielleicht amüsiert, die Beute-Stücke, die der vergleichende Professor von seinen erotischen Abenteuern vorweist, nicht doch eher Nachweise, dass ein “Gehirntier” (A. Schmidt) wie dieser melancholische Geisteswissenschaftler auch mit “der Libido” ein intimes Verhältnis hatte und deshalb überwiegend wenig überzeugend, um damit semantisch weit genug zu seinem Wunschziel vorzustoßen? Und entsteht nicht vielleicht (trotz aller Ironie) häufig eine unfreiwillig-bizarre Komik, wenn z.B. der flüchtige Liebhaber eines Stundenhotelabenteuers von seiner deutschen Partnerin die Sätze erinnert: “ Bin ich ich selbst? Bist du du?” - und George Steiner dann kommentierend fortfährt: “Die Frage schien, selbstverständlich ohne dass sie es wusste, unmittelbar den Meditationen Fichtes über die Auslöschung des Ichs zu entstammen. Auf deutsch Liebe zu machen kann anstrengend sein”.

    Nicht weniger als beim Steinerschen l´amour a la francaise: ”Bei einer Gelegenheit, in einem Hotel in Angers” (!), “brachte mich ein Konjunktiv Plusquamperfekt - Proust war vielleicht einer der letzten, die mit diesen Formen ungezwungen umzugehen verstanden - sozusagen mittendrin zum Stillstand”. So führte bedauerlicherweise literarische Bildung zu einem Coitus Interruptus - in Angers, wo die französische Geliebte des Japaners in Resnais´ “Hiroshima, mon amour” traumatisiert wurde.

    Nach dem “Scherzo” das “Adagio Lamentoso”

    Könnte man die “Zungen des Eros” gewissermaßen als das “Scherzo” im persönlichen Divertimento der “Ungeschriebenen Bücher” bezeichnen, so müsste man aber in dem Essay “Zion” ein schwermütiges “Lamentoso” sehen, in dem sich George Steiner, aus jüdischer Familie stammend, aber ohne “den Glauben der Väter” und nicht des Hebräischen mächtig, zum wiederholten Mal mit “diesen kleinen, scharfkantigen Stein in den Schuhen der Menschheit” beschäftigt. Da er, wie Georg Brandes, die biologisch-rassistische Definition, aufgrund der Hypridisierung im “Zuge der interaktiven Symbiose der Wanderung”, zurecht für “unzulässigen Blödsinn” hält, versucht er, das “Jüdische” gewissermaßen vom Antisemitismus her dialektisch zu begreifen. “Der Jude“ werde nicht dafür “gehasst, weil er Gott ermordet, sondern weil er ihn erfunden und geschaffen hat” - und damit, wie Hitler erkannte: “das Gewissen”, und Steiner fügt hinzu: das schlechte Gewissen.

    Denn der von den Juden geschaffene Monotheismus “erlegte den Menschen eine unerträgliche moralische und psychologische Bürde auf“, die sie seit Aarons gescheiterter Revolte (die Steiner nicht erwähnt), von der überwältigenden Mehrheit der Menschheit als “unwiderlegliche Kritik des natürlichen Menschen” sowohl verstanden & gefürchtet, als auch gehasst wurde: als lebenswirklich unerfüllbarer metaphysischer Vorwurf, den - was Steiner nicht erwähnt - der Katholizismus durch die entlastende Beichte aus der Welt, der fundamentalistische Protestantismus jedoch wieder in sie gebracht hat.

    Deshalb erblickt Steiner in Saulus, der zu Paulus wurde, den “folgenreichsten Akt von jüdischem Selbsthass”, weil “die verführerische Genialität des paulinischen Christentums” darin bestehe, dass durch “Christi Opfer” die schwachen, “sündigen” Menschen “ in das liebevolle, vergebende, reich mit Bildern geschmückte Haus Gottes eingeladen“ und (um mit Goethes “Faust” zu sprechen), sie am Ende ihrer Tage nicht nur “jüdisch” gerichtet, sondern auch “christlich” gerettet werden - und sogar “auferstehen“. Dieser moralistische Pfahl im Fleische der Menschheit sieht Steiner als fortdauerndes Skandalon “des jüdischen Überlebens für die nichtjüdische Welt” in der Diaspora verwirklicht, während der Staat Israel “Juden auf die gewöhnliche Verfassung des nationalistischen Menschen (reduziert)“.

    Steiners Absage an den Zionismus ist de facto metaphysischer Art: “Lasst uns überleben, wenn überhaupt, als Gäste unter den Menschen, als Gäste des Seins selbst”. Viel´ Freunde macht er sich mit diesem Pathos des Exklusiv-Metaphysischen weder unter Zionisten noch unter Antisemiten; aber viel Ehr´ unter denen, die sein chassidisches Morgengebet teilen: “Die Wahrheit lebt immer im Exil”.

    Der “platonische Anarchist” wählt die “Partei eines einzigen”

    Schön und bewegend sind zuletzt Steiners Betrachtungen “Von Mensch und Tier”, u.a. eine zarte Hommage an die Hunde seines Lebens, in deren Verlauf er einmal en passant bemerkt, dass Tierliebe Shakespeares “sonst umfassendem Register menschlicher Reflexe entgangen zu sein scheint”. Vielleicht (was dem o­ntologisten Steiner fremd ist), weil die Empathie für Tiere (als “Verwandte” seit Darwin) eben erst jüngeren Datums und möglicherweise sogar erst einem großstädtischen (oder gar demokratischem?) Sozialcharakters entsammt, den George Steiner im letzten Kapitel (“Petitio principii”) für sich als “Politik der Privatheit und der intellektuellen Obsession” bezeichnet.

    Der Gelehrte hofft, obwohl er in seinem Leben nie zu einer politischen Wahlurne gegangen ist, auf “eine gewisse Sicherung für die aufsässigen Privatheiten jener ‚Partei eines einzigen’. Dass alle möglichen Türen den Begabten geöffnet werden. Bestenfalls verstehe ich mich als platonischer Anarchist”.

    Nun denn: was immer das sei - eine Frage bleibt für mich auch noch offen: seine Vorlesungen in Ost-Berlin, auf die George Steiner zweimal zu sprechen kommt. Wann, warum, von wem eingeladen und worüber hat er, täglich den Checkpoint Charlie passierend, in der DDR: gelesen? Das hätte ich doch zu gerne gewusst - wo doch sonst so viel von ihm in seinen sieben Essays über das zu erfahren war, was ihn immer noch beschäftigt.

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