• losttorrent
  • richtorrent
  • pushtorrent
  • Titel-Magazin
    TITEL kulturmagazin
    Montag, 22. Mai 2017 | 19:32

     

    Lilly Freud-Marlé: Mein Onkel Sigmund Freud

    12.05.2006

    Die echte Lili Marleen schreibt über Sigmund Freud
    Die Nichte Freuds schreibt ein persönliches Porträt über den Gründer der Psychoanalyse.Freud wäre soeben 150 Jahre alt geworden und die Verlage freuen sich über diesen Anlass. Derzeit häufen sich am Buchmarkt Bände über Freud: Abhandlungen, Biografien, Kurzfassungen, Kritiken, Aufsatzsammlungen, Briefwechsel.

     

    Eine Tochter aus Freudschem Hause
    Lilly Freud-Marlé war die Nichte Sigmund Freud, sondern angeblich auch das Vorbild des von Hans Leip verfassten und von Lale Andersen gesungenen Schlagers „Lili Marleen“. Freud hatte sechs Geschwister. Lilly (eigentlich Elisabeth) war die zweite Tochter von Maria und Moritz Freud. Sie war Schauspielerin und heiratete 1917 ihren Kollegen Arnold Marlé. Gemeinsam mit ihm emigrierte sie 1939 nach England, wo sie 1970 starb.

    60 Jahre Verlagssuche
    Ihr ganzes Leben bemühte sie sich um einen Verlag für ihr persönliches Buch, für das sie den Titel „Sigmund Freud. Aus den Memoiren seiner Nichte Lilly Freud-Marlé“ vorsah. Entstanden ist das Buch zwischen November 1944 und Herbst 1947. Schon 1947 kontaktierte sie Verlage. Irgendwann verschwand der Text. Erst Christfried Tögel, der Herausgeber dieses Bandes, entdeckte ihn 2003 in der Library of Congress in Washington überraschend wieder. Der Aufbau Verlag druckt das Buch nun 36 Jahre nach ihrem Tod und beinahe 60 Jahre nach seiner Entstehung.

    Alles über o­nkel Sigi
    Das Buch ist sicher keine durchstrukturierte Biografie. Die liefern andere, die sich dazu berufen fühlen. Es ist ein ganz persönlicher Bericht, sehr subjektiv, sehr liebevoll. Lilly Freud-Maré schreibt, wie o­nkel Sigi und seine Frau Tante Martha lebten, über das Elternhaus, einen typischen Tagesablauf, die Einrichtung des Arbeitszimmers, persönliche Vorlieben des großen o­nkels.

    Ein privates Bild als Gegenpol
    Über die Psychoanalyse erfährt man nichts. Dafür kann man mit den Augen einer schwärmerischen Schauspielerin auf einen Mann blicken, der wahrlich Bedeutung hat. Gerade jetzt, wenn in den deutschsprachigen Feuilletons Kontroversen über die Persönlichkeit Freuds geführt werden, darüber, wie gut oder schlecht er seine Tochter Anna förderte, er seine Schwestern unterstützte, seine Frau behandelte, bringt das vorliegende Buch eine andere Sichtweise. Hingebungsvoll, schwärmerisch und durch und durch subjektiv. Nur von der poetischen, zeitweise schwülstigen Sprache darf man sich nicht abschrecken lassen.

    Maria-Bernadette Ehrenhuber


    Lilly Freud-Marlé: Mein o­nkel Sigmund Freud. Erinnerungen an eine große Familie
    Herausgegeben von Christfried Tögel
    Aufbau Verlag 2006
    Gebunden, 341 Seiten, 22,90 Euro
    ISBN: 3351026307

    TITEL ist umgezogen!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser!


    Das neue TITEL kulturmagazin ist ...

    Die böse Schlange
    und das weiße Kaninchen

    In diesem Land stimmt etwas nicht. Der Feminismus nämlich. Schwach steht er da, der Wind pfeift durch die Löcher seines theoretischen Unterbaus. Ähnlich steht es mit den Frauen. ...

    Petraeus und sein Stab

    Die menschliche Existenz ist voll von Paradoxa. Krieg etwa gehört zu den schlimmsten Dingen, die Menschen einander antun können; die Ausführenden des Kriegs allerdings, das ...

    Der Spielplatz macht zu

    Nach drei Ausgaben wird das Games-iPad-Magazin Spielplatz wieder eingestellt. Was dahinter steckt, wollte RUDOLF INDERST im Gespräch mit den beiden Machern Henning Ohlsen und Mark ...

    Wer will fleißige Handwerker sehn

    Der Künstler und ehemalige Hartz IV-Empfänger Van Bo Le-Mentzel hat zusammen mit seiner Crowd ein DIY-Forum geschaffen und mittels Schwarmfinanzierung auch gleich ein Buch drucken lassen. ...

    Seitenhiebe

    Auf ihrem nächtlichen Heimweg werden Anne und René Winkler (Natascha Paulick, Stefan Kurt) von drei jungen Männern attackiert und brutal zusammengeschlagen. Die Polizisten Phillip ...

    Zwischen Karikatur und Avantgarde

    Lyonel Feininger ist eine Ikone der Klassischen Avantgarde. Er hat einen festen Platz im Lieblingsmaler-Pantheon. Doch auch solch ein Weltrangmeister ist nicht vom Himmel gefallen. Die Ausstellung ...

    Die Geschichte geht weiter

    Wieder ein Weltbestseller – Carlos Ruiz Zafóns Roman Der Gefangene des Himmels. Von PETER MOHR

    Psychothriller mit doppeltem Deutungsboden

    Alles beginnt ganz harmlos. Mit einem Schulaufsatz, in dem der französische Oberstufenschüler Claude (Ernst Umhauer) von einem Besuch im Haus seines Klassenkameraden Rapha berichtet. ...

    NJ Institut for sundhed og senior services køb cialis online sundhedspleje forsikringsudgifter