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    TITEL kulturmagazin
    Sonntag, 30. April 2017 | 18:33

     

    Ernst Bloch: Das Abenteuer der Treue

    09.05.2005

    Auf dem Weg zum „Abenteuer der Treue“

    Zwei Frauen spielten im Leben und der Philosophie des Philosophen Ernst Bloch (1885/1977) große Rollen: seine erste Ehefrau, die baltische Adlige Elsa von Stritzky (1883/1921) und die polnische Jüdin Karola Piotrkowska (1905/1994), die er 1927 kennenlernte, 1934 heiratet und die während des amerikanischen Exils (1938/49) für die Existenz der Familie sorgte. Jetzt sind Blochs Liebesbriefe an sein "Kulmchen" erschienen.

     

    Ernst Bloch war dreimal verheiratet, dazwischen hatte er kurzzeitige Liebesverhältnisse, aus einem ging eine uneheliche Tochter hervor. Er liebte die Frauen, sie liebten ihn. Wer sein philosophisches Oeuvre kennt, weiß, daß Eros darin zentral und bis in den expressiven Stil hinein virulent ist – wie bei keinem zweiten Philosophen seiner Zeit, weder bei Heidegger noch bei Wittgenstein. Keiner aber hat, wie einzig Ernst Bloch, dem „Hohen Paar“, der frei gewählten Ehe, ein Hohes Lied gesungen – ähnlich glühend, erotisch leuchtend und sinnlich erfüllt wie das des biblischen Salomon auf seine Geliebte.

    Ohne „die Frau“, „das Weib“, das Glück der Liebe und deren Erfüllung im leiblich-seelischen Genuß ist seine ganze weltumgreifende Philosophie, von „Geist der Utopie“ bis zum „Prinzip Hoffnung“, als Welterfahrung & erfahrene Welt nicht denkbar: zwischen mystischer Erotik und erotisierter Mystik, freilich „antipfäffisch“, „orientalisch“, um nicht zu sagen „märchenhaft“-aristokratisch, begleitet von Tamina/Tamino und Fidelio/Florestan.

    Das alles weiß & wußte man. Dennoch war es schon für manche höchst (ver)wunderlich, mit welcher Inbrunst er, in einem Gedenkblatt, das im Ergänzungsband seiner Werkausgabe („Tendenz-Latenz-Utopie“) 1978 erschien, von der „Imago“ seiner ersten Frau, der nach siebenjähriger Ehe 1921 gestorbenen estnischen Bildhauerin Elsa von Stritzky sprach. Wahrscheinlich hat ihn und seine philosophische „Sendung“ kein Mensch mehr geprägt, als diese „heiterste, lebendig-froheste, nämlich frömmste Frau“, die ihm über den Tod hinaus, „ein Engel“ gewesen zu sein schien, und nicht nur in der metaphorischen Bedeutung des religiösen Wortes. Die Erinnerung an die zwei Jahre ältere Elsa, die ihm gewissermaßen ein „Lohengrin“ dünkte (nämlich ein Geschenk des Himmels), blieb Bloch sein ganzes Leben präsent – und noch in dem „Bärlein“, mit dem er die Liebesbriefe an die 20 Jahre jüngere dritte Ehefrau, sein „Kulmchen“, nämlich Karola Piotrkowska, unterzeichnet, währt die „gleiche sanfte leuchtende Spur“ von Elsas Lebens- & Liebestagen mit dem 1895 in Ludwigshafen geborenen Philosophen fort. Denn „Bärlein“ hatte ihn Else zärtlich genannt: ihren „Fürstbischof des Deutschen Reiches“!

    Im Ehe- & Liebesdschungel

    Das (und Vieles mehr) kann man nun den „Briefen an Karola“ entnehmen, die sich zwischen 1928 und 1949 erhalten haben und nun von der polnischen Philosophin Anna Czajka unter dem von Bloch dem Freund Kracauer entwundenen und verwendeten Titel „Das Abenteuer der Treue“ bei Suhrkamp erschienen sind.

    Bloch hat die 1905 in Lodz geborene, mit ihrer jüdischen Familie seit 1921 in Berlin lebende Karola, 1927 in Heidelberg lieben gelernt. Da befand sich die junge Karola noch in Liebes-Händen Alfred Kantorowiczs, und Bloch war noch in zweiter Ehe verheiratet, wenngleich getrennt lebend – und 1928 auch noch Vater einer Tochter geworden, die aus einer Liebschaft mit einer anderen Frau hervorging, so daß sich erst einmal eine neue Ehe verbot, was Karolas Eltern, die den merkwürdigen Schwiegersohn in spe ohnehin nicht schätzten, sehr recht war. Erst in der Emigration in Wien 1934 werden sie heiraten, 1937 ihren Sohn Jan Robert bekommen und von da an zusammenleben, bis sie gestorben sind: 1977 Ernst Bloch, 1994 Karola Bloch.

    Es sind (bisher) nur Blochs Briefe an die Geliebte, teils vollständig, teils fragmentarisch erhalten. Sie kamen erst nach dem Ende der DDR wieder in den Besitz der überlebenden Karola, nachdem das Paar, das nach der Emigration in die USA (1938/49) in die DDR übersiedelt war und nach dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 in der Bundesrepublik blieb, wo sie zu jenem Zeitpunkt als Gäste der Wagner-Festspiele in Bayreuth sich aufgehalten hatten. Fortan lebten sie in Tübingen, wo Bloch eine Gastprofessur auf Lebenszeit erhielt.

    Briefe, vor allem Liebes-Briefe (und das sind fast alle der 82 hier publizierten), verdanken sich der Trennung. Deshalb stammt die ganz überwiegende Mehrzahl der „Bärlein“ an das geliebte „Kulmchen“ aus den späten Zwanziger und frühen Dreißiger Jahren, als sich die beiden Liebenden immer wieder trafen und trennten. Während Karola ihr Architektur-Studium betrieb, arbeitete Bloch an zahlreichen Artikeln, Essays und an seinem Mixtum Compositum „Erbschaft dieser Zeit“, nachdem seine wunderbaren philosophischen Erzählungen & Reflexionen der „Spuren“ weitgehend resonanzlos geblieben waren.

    Vagabund mit dem Traum von der gotischen Stube

    „Das Vagabundentum gehört sehr zu mir“, schrieb er zurecht einnmal an die oft ferne junge Geliebte Karola; denn in Berlin, wo er unter den deutschen Intellektuellen seiner Zeit verkehrte (Benjamin, Brecht, Kracauer, Klemperer, Lukacs, Weill e tutti quanti), hielt er es nicht immer lange aus, besuchte die Heimatstadt Ludwigshafen (die er voller Stolz Benjamin vorstellte), das nahe Frankfurt wegen der brotgeberischen „Frankfurter Zeitung“ und dem sehr aktiven Rundfunk, fuhr nach Wien oder sehr oft in die Schweiz, zum einen, weil er sich um das Fortleben seiner zweiten Ehefrau sorgte, die bei den Basler Anthroposophen „gelandet“ war, zum anderen, weil er seit seiner Emigration während des 1.Weltkriegs mit Elsa von Stritzky sich dort heimisch fühlte und Freunde hatte. Aber „die warme, tiefe, gotische Stube“, von der er als zweiter Neigung der erklärte „Vagabund“ in einem Brief an Karola träumte, schlug er immer wieder nur in wechselnden Feldlagern seiner vorallem das Süddeutsche, Schweizerische und Italienische suchenden Umzugsbewegungen auf, denen sein Oeuvre einzigartige Landschaftspanoramen in philosophischer Erleuchtung verdankt.

    Während die um 20 Jahre Jüngere, unter dem Einfluß Lukacs und Kantorowiczs KP-Mitglied wurde (und nach 1933 geheime Kurierdienste in Polen ausführte), sträubte sich Bloch erfolgreich gegen eine Mitgliedschaft in der Partei, deren politischer Sympathisant er jedoch war. Zwar behauptete er: „Was der Glaube den Menschen versprach, das werden wir ihnen halten“, aber von diesem realutopische Programm ließ sich die für ihn zu positivistisch- rationalistische Partei (& deren Disziplinierung ihrer intellektuellen Parteimitglieder: siehe Georg Lukacs) nichts träumen. In einem Briefpassus von 1931, als sich Karola intellektuell auf- & ausrüstete, schreibt er seinem „klugen und bald gelehrten Kulmchen“, das nach einem Dissertationsthema Ausschau hält: „Daß für mich ein >Ornament< mit ökonomischer Analyse noch nicht erschöpft ist, ist Dir ja bekannt. Es gibt auch hier, gerade hier für mich einen (sozusagen) Mehrwert des falschen Bewußtseins“.

    Dieser „Mehrwert des falschen Bewußtseins“ ist eine glückliche, ironische Formulierung, die Blochs „überschießende“ Differenz zum später, seit Stalin sogenannten „Dialektischen Materialismus“ (DIAMAT) treffend charakterisiert – und in der zu jener Zeit sich herauskristallisierenden „Erbschaft dieser Zeit“ sowohl beispielhaft konkret an deren kulturellen Phänomen, als auch philosophisch abstrakt im zentralen Kapitel über die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ erforscht und reflektiert wird – bis zu der riskant-anstößigen These, der politischen Rechten und den Nazis fatalerweise das Irrationale, Mythische, Religiöse überlassen zu haben, statt es „von links“ zu „besetzen“.

    Ernst Blochs messianische Sendung

    Wie solitär Ernst Blochs geistige & politische Stellung gerade am Ende der Weimarer Republik und noch zur Zeit der „Machtübernahme“ der Nazis war, tritt sowohl aus diesen Liebesbriefen an die oft ferne, klandestin arbeitende KP-Kurierin hervor, wie aber auch aus den klug kommentierten und Anderes einbeziehenden editorischen Anstrengungen Anna Czajkas ans Licht. So wendet sich der jüdische Emigrant aus Zürich 1934 in einem Brief an die katholische Schrifstellerin Elisabeth Langgässer, der er schreibt, sie seien „über die Verschiedenheit des Geschlechts und der Rasse (!) hinaus Landsleute. Es verbindet auch eine geistige Kraft des Irrationalen, welche ungewordene Ahnung gerade im Uralten hat“. Und er beschwört sie: „Darf ein irrationaler Philosoph, sozusagen ein Rationalist des Irrationalen, Sie als Kollegin bezeichnen, so darf er Sie vielleicht auch bitten, eine zu bleiben“, indem er sie auffordert: „Erschweren Sie nicht Ihrerseits den immanenten Kampf gegen das (...) Wort, Religion sei Opium fürs Volk“. Denn ihm ist die Religion nicht wie für Marx, „Opium“,um das Volk „still zu stellen“, sondern der „Traum ins Voraus“, die Utopie einer realen Möglichkeit in der Welt, die es „kommunistisch“ zu erfüllen gilt.

    Als er an Elisabeth Langgässer schreibt, hat er die wohl seltsamste Neben-Liebschaft gerade erst hinter sich: zu der 25jährigen Studentin Elisabeth Waldmann, die er während seines Aufenthalts in Ludwigshafen im Februar/März 1933 (!) kennen gelernt hatte und die Anfang April 1933 das in Ludwigshafen zurückgelassene Manuskript von „Erbschaft dieser Zeit“ in die Schweiz gebracht hatte. In dem jungen NSDAP-Mitglied, das ihn für den „deutsch-nationalen Sozialismus“ gewinnen wollte (ohne wohl das NSDAP-Programm gelesen zu haben), erblickte der mystisch-erotische Schwärmer „etwas (....), das an Engelhaftem teilnimmt, (....) was mir sieben Jahre engelhaft gegenwärtig war“ – also so etwas wie eine Reinkarnation von der „Imago“ der geliebten Else von Stritzky. „Meine Christin“, nennt er seine neue Elisabeth, der nun er ein „Lohengrin“ sein will, der sie mit dem Gral seiner Philosophie zum Kommunismus bekehren möchte. Der jungen Frau macht er Geständnisse, die zu den erstaunlichsten Selbstaussagen Blochs gehören: „Meine (...) Sendung ist nicht der politische Kampf (...) Meine Sendung ist metaphysisch“, was nicht von ungefähr sowohl an Nietzsche, als auch an Jesu Worte erinnert. „Nicht das Bekenntnis zu Deinem Volkstum trennt uns“, schreibt er dem NSDAP-Mitglied. „Im Gegenteil: wer selbst so fest in seinem steht wie ich, versteht und ehrt das; ja, ich hätte Dich nicht lieben können ohne dieses Adlige in Dir. Aber sehen wir davon ab, ob Volkstum nicht im Dienst anderer >Interessen< geschändet werden mag (...) und wäre meine Philosophie nicht so jüdisch, so könnte man sagen: wie ist sie deutsch! Und sie kann das sagen, weil die deutsche Philosophie und Literatur wie keine andere in der Sprache der Bibel (ihrer lutherischen ‚Übersetzung’) groß geworden ist. Das ist die ungebrochene Selbstbegegnung eines stolzen Juden in der deutschen Metaphysik und die völlig ungebrochene Selbstbegegnung des deutschen Geistes in der Bibel. Beides ist nicht einfach (...), aber beides ist völlig anders als ‚Assimilation’ oder ‚Bruch’. Entfernt sich Deutschland von den Grundlagen der Bibel, so ist es nicht mehr das Deutschland, das es seit Meister Eckhardt ist, und das bis zu – Mahler reichte.(...) Mein Amt, grade das Amt eines blutshaft Bibelkundigen (...), ist es, dieses Deutschland (...) in der jetzigen Zeit und auch in der nachfolgenden zu halten“.

    Die seltsame Affäre mit der "Nazine"

    An Karola, der er die Affäre mit der „Nazine“ beichtet, schreibt er, immer noch erregt von der Bewunderung, die ihm von Elisabeth Waldmann entgegenkam („Das ist das alte Deutschland“, hatte ihr Vater über Bloch gesagt und dessen Philosophie und Sprache sei ihr „wie lauter Dürer“ vorgekommen), er „rette, aus tiefstem Inneren, den heutigen >Deutschen< ihre Tradition; und kann nichts machen: bin wohl ein >deutscher Philosoph<“, wie ihn ja schon Else von Stritzky den „Fürstbischof des Deutschen Reichs“ genannt habe.

    Es gehört zu den Denkwürdigkeiten des historischen Augenblicks, in dem das „Neue Deutschland“ der Nazis das Alte Deutschland liquidierte, daß der Ludwigshafener deutsch-jüdische Philosoph Ernst Bloch es „retten“ wollte – und in der Tat in seinem Oeuvre dessen versäumte, verhinderte, schief geratene symbiotische Utopien, Schwärmereien und kulturellen Traditionen von Meister Eckhardt, Luther & Münzer, Beethoven & Lessing, Hegel & Marx bewahrt hat. Aber ebenso, daß zum retten Zeitpunkt der andere zeitgenössische große deutsche Philosoph, der „Arier“ Martin Heidegger, dem neuen, Nietzscheanischen Deutschland sich als Geistiger Führer andiente.

    In Blochs egozentrischem Messianismus gehört der Kommunismus zwar als politische Intention und Macht zentral zur Beförderung der Utopie in die Realität. Aber der Kommunismus weiß von seinem messianischen Glück noch nichts, das ihm „zu unserem Sieg fehlt“. Bloch aber, der „den ungeheuren Trieb des Unsichtbaren und des Empor zu unserem Reich“ kennt, will auch den Kommunismus, dessen „Vorschein“ er ja schon früh bei Thomas Münzer erkannt hatte, vor plattem Rationalismus und Pragmatismus „retten“, weil „seit ersten Ahnungen des mit mir gesetzten Prinzips (principium = Anfang), seit meinem fünfzehnten, spätesten siebzehnten Jahr (...)“, es ihm „selbstverständlich“ war, „in der Reihe der philosophischen Schöpfer zu stehen“. Bloch glaubt deshalb zu wissen, wie der „Weltprozeß“, der sich gerade anschickt, die schlimmstmögliche Wendung zu nehmen, verlaufen wird. Vorallem, schreibt er 1936 aus Prag an sein „geliebtes Lumpelchen“, nachdem er den „wohl kühnsten Bogen, der je geschlagen wurde“, als philosophischer Brückenbauer erfunden hat: nämlich: die „Materie als Garant der Utopie (...) Das Denken und die Praxis von Millionen werden künftig darüber ziehen, ins erleuchtete Unbekannte“. Statt der Marxschen Klassenkämpfe also nun die Weltmaterie höchstselbst: was für eine Nobilitierung! Welch ein Irrtum, was für eine Schwärmerei!

    Zu seinem Glück blieb „Ernst Blochs welthistorische Sendung“ der (politischen) Welt seiner Zeit & Genossenschaft verborgen. Sie hätte ihn Kopf & Kragen kosten können. Der selbstbewußte Anspruch, ein Prophet zu sein (von dessen Gestus er in persona bis in sein hohes Alter fabelhaft fabulierend & bezaubernd zehrte), äußert er hier in einem der schönsten und wie er an dessen Ende selbst bemerkt: „erstaunlichen“ Brief. Der verliebte „philosophische Schöpfer“, der offenbar gerade während eines Besuchs bei dem eng befreundeten Dirigenten Otto Klemperer in Marienbad die Avancen „schöner Mädchen, interessantesten Pianistinnen und Geigerinnen“ ausgeschlagen hatte, die sich mehr für ihn als Klemperer „interessiert“ hätten, entwickelt seinem „geliebten Kulmchen“ einen der sich „mehrenden merkwürdigen Harems-Träume“, in dessen Mittelpunkt er als Pascha liegt und sich mit ihr als seiner „Lieblingsfrau“ eine orientalische ménage à trois bis in intimste Details der schwelgerischen Begattung ausmalt. „Nur die Trennung treibt solche Archetypen aus dem Morgenland herauf“, entschuldigt er seine ausschweifende erotische Phantasie, nicht ohne Karola beteuert zu haben: „So sicher und eigentümlich aber ist meine Liebe zu Dir und so fern aller Möglichkeiten des ‚Ehebruchs’, daß ich überhaupt mit keiner anderen Frau verkehren möchte, wenn Du nicht dabei bist“.

    Erotische „Erstaunlichkeiten“ wie diese Liebesgeständnisse – wer sich im „orientalischen“ Gelände der Blochschen Sprache, Metaphorik und Philosophie auskennt, wird sie (nun, da er Mitwisser seines Privatesten wurde) nicht als etwas Befremdliches oder gar Anstößiges empfinden, sondern eher als dem großen Liebenden sinnlich Adäquates. Anders als Adorno oder Kracauer hat Ernst Bloch nie sein „Weltvertrauen“ verloren – und wenn die Welt voll Teufel wär´ (vulgo: war & ist), blieb er bis zuletzt „ins Gelingen verliebt“, nicht nur in sein „Kulmchen“, dem er & sein Oeuvre während der amerikanischen Emigration und danach nicht zuletzt seine Existenz & Dauer verdankte und das Glück im „Abenteuer der Treue“.

    Wolfram Schütte


    Ernst Bloch: „Das Abenteuer der Treue“. Briefe an Karola 1928-1949.
    Herausgegeben von Anna Czajka. Mit einem Bildteil.
    Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2005.
    Gebunden. 267 Seiten, 19.80 ¤

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