Das Ganze wirkt schlicht und pompös, beruhigend und ungewöhnlich zur gleichen Zeit. Wer hat diese Räume für welchen Zweck derartig entworfen? Oder: Wie ist diese Musik eigentlich zusammengesetzt? Letztlich bleiben Antworten auf derartige Fragen zweitrangig, da man schnell vom Fluss der Musik gefangen genommen wird. Irgendwo zwischen an Philip Glass erinnerndem Minimalismus, zeitgenössischer Klassik und Ambient-Sounds versetzen einen Stücke wie Impressions of a golden age oder a time of change in einen seltsamen Zustand. Die Musik erscheint beruhigend und anregend zugleich, gleich einem Naturschauspiel, wie es in fantasia for a storm thematisiert wird.
Sweeney´s 16:9 ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Musik unabhängig von der Entstehungsweise oder genremäßigen Kategorisierungen in der Lage ist, den Hörer aufs angenehmste in eine andere Welt zu entführen. Wie beim Verlassen des Kinosaals nach einem beeindruckenden Film, so nimmt man auch nach den knapp 45 Minuten dieser CD erst zögerlich und etwas entrückt wieder Kontakt zur gewohnten Umgebung auf.
